Muttermilch-Bank versorgte im ersten Jahr 25 Frühchen

Klinikum Dortmund

Seit einem Jahr gibt es im Klinikum Dortmund eine Muttermilch-Bank für Frühchen. Mehr als zwei Dutzend zu früh Geborene haben davon schon profitiert. Milch für die Kleinen mal eben schnell im Internet zu bestellen, davon rät das Klinikum ab.

DORTMUND

11.07.2016, 10:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Muttermilch-Bank versorgte im ersten Jahr 25 Frühchen

Seit einem Jahr gibt es am Klinikum Dortmund eine Milch-Bank.

Das Klinikum Dortmund hat ein Jahr nach der Eröffnung einer sogenannten Muttermilch-Bank eine positive Bilanz gezogen. 25 Frühchen wurden in dem Jahr mit insgesamt rund 70 Litern Milch versorgt, sagte Pressesprecher Marc Raschke auf Anfrage. „Spenderinnen und Empfänger sind sehr zufrieden.“

Seit einem Jahr können Mütter, die ihr Frühchen im Klinikum Dortmund geboren haben, überschüssige Muttermilch spenden. Diese wird dann untersucht, pasteurisiert und eingefroren. Sechs Frauen hätten im vergangenen Jahr Milch gespendet.

Vor Einrichtung der Bank erhielt das Klinikum Muttermilch aus Leipzig. Die Kosten für das Lagern und und Überprüfen trägt die Klinik selbst. Es gebe aber aus medizinischer Sicht einen hohen Mehrwert. „Die Industrie hat es bis jetzt nicht geschafft, einen kompletten Ersatz für die Muttermilch zu entwickeln“, sagte Raschke. „Die Muttermilch ist wie Medizin für die Babys, da sie die Abwehrkräfte stärkt.“

Durch die Kontrollen der Milch in der Klinik sei eine hohe Qualität gewährleistet. „Man kann Muttermilch auch im Internet bestellen, aber da weiß man nie, ob die wirklich rein ist.“ Die Muttermilch-Bank in Dortmund ist nach München die zweite in den alten Bundesländern. Zwölf weitere befinden sich in den neuen Bundesländern.

Mit Material von dpa

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