Mysteriöse Funde von Kaninchen-Köpfen

Westpark

In den letzten Monaten endeten die Spaziergänge durch den Westpark mit Mischlingshund Tobi für Tatjana und Thorsten G. immer öfter mit einem schrecklichen Fund: Kaninchen-Köpfe.

DORTMUND

von Von Arne Niehörster

, 22.01.2010, 05:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mysteriöse Funde von Kaninchen-Köpfen

An dieser Stelle stieß Thorsten G. immer wieder auf Kaninchenköpfe.

Keine Körper, kein Blut, keine Spuren. „Wir haben sofort an diese leidliche Geschichte mit dem Kaninchen-Ripper gedacht“, sagt Thorsten G. Gemeinsam mit Nachbarn und anderen Spaziergängern hätte man seit etwa zwei Monaten fast ein Dutzend Köpfe gefunden. Immer auf einer Wiese mitten im Park. Mal ein einzelner, oder wie jüngst am Samstag zwei nebeneinander. „Wir sind auch zur Polizei gegangen“, sagen die Finder. 

So richtig ernst hätte man sie da wohl nicht genommen. Der Behörde ist wiederum kein Anzeigevorgang bekannt. „Wir hören davon zum ersten Mal“, so Polizeisprecher Kim Ben Freigang. Jetzt wolle man aber aktiv werden und mit den Anwohnern sprechen. Wie die Köpfe dahin kommen und vor allem was mit den Tieren geschehen ist? „Wildfraß schließe ich aus“, erklärt Erwin Fischer, Chef der Unteren Jagdbehörde, nach Sichtung des Bildmaterials. Fuchs oder Habicht hätten Spuren hinterlassen, „vor allem Knochen.   Ein Fuchs etwa hätte alles mitgenommen. Das ist absolut untypisch. Sehr mysteriös“.Auch der für den Bereich zuständige Jäger, Hubertus Lachmann, schüttelt den Kopf: „Sowas habe ich noch nie erlebt.“

Die gefundenen Kadaverresten sind wilde Kaninchen. Der Kaninchen-Ripper, der seit Mitte Januar 2008 in Dortmund und Umgebung fast 60 Kaninchen köpfte, verging sich aber ausschließlich an Tieren in privater Haltung. Auch Erwin Fischer kann nur spekulieren: „Vielleicht erlaubt sich hier jemand einen ganz schlechten Scherz.“ 

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