Nach Brand mit zwei Toten in Dortmund fahndet die Polizei nach dieser Frau

Öffentlichkeitsfahndung der Polizei

Bei einem Brand in der Gartenstadt Anfang Januar sind ein Mann (51) und dessen Mutter (84) ums Leben gekommen. Die Polizei fahndet nach der Verdächtigen Stefania Giuseppina Giugno.

Dortmund

, 26.02.2019 / Lesedauer: 2 min

Bei einem verheerenden Brand in der Arnold-Böcklin-Straße in der Dortmunder Gartenstadt sind am 9. Januar 2019 ein 51-jähriger Hausbewohner und dessen 84-jährige Mutter ums Lebens gekommen.

Die Polizei fahndet jetzt nach der 35-jährigen Stefania Giuseppina Giugno, die sich „einige Wochen vor dem Brand“ bei den beiden Verstorbenen aufgehalten haben soll. Laut Staatsanwältin Sandra Lücke ist die Frau mit dem Pkw des 51-jährigen Brandopfers davongefahren - und zwar „nach Ausbruch des Brandes“. Den Hinweis auf den Namen der Frau erhielt die Mordkommission schon kurz nach dem Brand von einem Zeugen.

Pkw ausgebrannt in Belgien entdeckt

Bei dem Pkw handelt sich um einen Mercedes-Benz mit dem Kennzeichen „DO-DS 981“. Der Wagen wurde am 10. Januar 2019 ausgebrannt in einem Waldgebiet bei Dilsen-Stokkem in Belgien entdeckt, in der Nähe zur niederländischen Grenze. Möglicherweise sollte das Feuer verdächtige Spuren vernichten.



Der Haftbefehl ist wegen eines Verdachts auf „gewerbsmäßigen Diebstahl“ ausgestellt worden, jedoch nicht wegen eines Verdachts auf ein Tötungsdelikt. Offiziell hatte die Frau keinen festen Wohnsitz. Der Justiz ist sie in Dortmund wegen Drogenkonsums bekannt. Sie hat auch Straftaten begangen. Warum sie sich mehrere Wochen bei der 51-Jährigen und seiner Mutter aufgehalten hat, ist Polizei und Staatsanwaltschaft nicht bekannt.

Aktuell fahndet die Polizei nur national nach Stefania Giuseppina Giugno. Über einen internationalen Haftbefehl muss die Justiz gesondert entscheiden.

Tür mit einer Flex geöffnet

Laut Obduktion der Leichen sollen giftige Brandgase den Tod versusacht haben. Ob die Tatverdächtige auch das Feuer gelegt hat, steht laut Haftbefehl nicht zur Debatte. Staatsanwältin Sandra Lücke: „Wir wollen sie erst einmal hier sitzen haben und dann sehen wir weiter.“

Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ will die Mordkommission keine Angaben zur Brandursache machen. Das legt den Schluss nahe, dass eine Brandstiftung nicht auszuschließen ist. Die Dortmunder Feuerwehr mussten die von innen massiv verriegelte Haustür mit einer Flex öffnen.

Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise auf den Aufenthaltsort der Verdächtigen geben können. Hinweise an den Kriminaldauerdienst: (0231) 132 74 41.
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