Nach fast 40 Jahren wird das Begegnungszentrum in Persebeck saniert

rnAwo-Treffpunkt

Die Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Persebeck ist in die Jahre gekommen. Höchste Zeit also, das Gebäude von Grund auf zu sanieren. Das passiert jetzt.

Persebeck

, 14.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tür ist geöffnet, doch dahinter gibt es nicht mehr viel. Zumindest vorübergehend. Denn die Tür des Awo-Begegnungszentrums am Grotenkamp 31 in Persebeck ist nur geöffnet, damit die alte Einrichtung in Container geschmissen werden kann.

Seit einigen Tagen laufen die Bauarbeiten in dem Gebäude, das Anfang der 80er-Jahre errichtet, eingerichtet und seitdem nicht mehr großartig verändert wurde.

Fußböden und Küche werden erneuert

Die Küche hat eine tiefe Arbeitsplatte, wer sich beim Schneiden zu weit nach vorne beugt, knallt mit dem Kopf gegen einen der tief hängenden Schränke.

Nach fast 40 Jahren wird das Begegnungszentrum in Persebeck saniert

Bauarbeiter tragen nach und nach die alte Einrichtung aus dem Gebäude. © Michael Nickel

Beziehungsweise: knallte. Denn diese Zustände gehören der Vergangenheit an. „Die Fußböden kommen raus, die Decke und die Küche auch“, sagt Friedhelm Lorenz. Der 79-Jährige ist seit mehr als vier Jahrzehnten bei der Awo und seit 30 Jahren Vorsitzender des Ortsvereins in Persebeck.

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Rund 160 Mitglieder sind hier eingeschrieben, sie dürfen sich ab Ende März auf ihre neuen Räume freuen. Bis dahin werden Passanten und Nachbarn noch den einen oder anderen Container an der Straße sehen.

Bislang kullerten die Bingokugeln unter kaltem Neonlicht

Der Termin ist jedenfalls das gemeinsame Ziel der Awo und der Stadt Dortmund, die Besitzerin des Gebäudes ist. „Alle Maßnahmen sind mit uns abgesprochen“, sagt Lorenz.

Nach fast 40 Jahren wird das Begegnungszentrum in Persebeck saniert

Die Begegnungsstätte liegt am Grotenkamp 31. © Michael Nickel

Es gibt unter anderem eine neue Beleuchtung. Bislang flackerte das Licht beim Bingospielen aus kalten Neonröhren. Auch WLAN wird es in Zukunft geben.

Zu den weiteren Neuerungen gehören unter anderem:

  • ein neuer Eingangsbereich mit elektrischer Tür, ein neuer Schaukasten, eine neue Sitzbank und eine bessere Außenbeleuchtung
  • neue Toiletten. Aus dem ehemaligen Getränkelager wird das Herren-WC, aus dem alten Herren-WC wird die Behindertentoilette, die Damentoilette bleibt wo sie ist, wird aber auch komplett erneuert. „Einiges hier drin haben wir noch selbst gebaut, damit mehr Platz ist“, sagt Lorenz.

Ende März soll das Gebäude zwar runderneuert sein. Ob die Awo dann aber nahtlos mit ihrem Programm weitermachen kann, ist noch nicht ganz klar. Denn die Mitglieder müssen 75 Umzugskartons, die sie noch vor Weihnachten mit Inventar befüllt hatten, wieder auspacken.

Jeden Dienstag gibt es besonderes Programm

„Das Begegnungszentrum ist dann auf dem neuesten Stand“, sagt Lorenz. Und dann, wenn alles eingebaut und ausgepackt ist, kann es weitergehen mit dem Programm, das vor allem dienstags Höhepunkte parat hat.

Bis dahin trifft sich die Skatgruppe montags von 18 bis 22 Uhr und die Malgruppe mittwochs von 10 bis 12 Uhr im Keller. Auch der Spieleabend für Frauen findet hier am ersten Mittwoch im Monat statt. Den Keller hat die Awo 1989 in Eigenleistung als Veranstaltungsraum ausgebaut.

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