Nach Konzert-Aus: Neues Konzept für Warsteiner Music Hall steht

Für die Warsteiner Music Hall steht das neue Programm.
Für die Warsteiner Music Hall steht das neue Programm. © Stephan Schütze (Archiv)
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Die Warsteiner Music Hall stellt den Konzertbetrieb ein. Wie jüngst bekannt wurde, sollen in der einst als Phoenixhalle eröffneten Konzerthalle zukünftig keine Konzerte mehr stattfinden. Jetzt steht auch fest, was dort stattdessen zu sehen sein wird.

Wie einer Pressemitteilung des französischen Büros „Culturespaces“ zu entnehmen ist, soll dort das „Phoenix des Lumières“ eröffnen, ein digitales Kunstzentrum. Als Eröffnungstermin wurde zunächst November 2022 genannt. An anderer Stelle ist auf der Internetseite des Kultur-Unternehmen von Januar 2023 die Rede.

„Culturspace“ war am Donnerstag (14.7.) für Rückfragen zu Details nicht zu erreichen.

Kunstzentren auf der ganzen Welt

Zwei Ausstellungen sind in Dortmund bereits angekündigt: Sowohl Werke von Gustav Klimt als auch von Hundertwasser sollen dort ausgestellt werden – rein digital.

Die Werke werden auf Wände, Böden und Decken projiziert und sollen dem Besucher ein neues Erlebnis der Kunst ermöglichen: „Es ist ein Konzept, das Besucher einlädt, Kunst aus einer ganz neuen Perspektive zu entdecken“, heißt es in der Pressemitteilung.

Eine der digitalen Ausstellungen, die Culturespaces in anderen europäischen Städten organisiert. © Culturespaces

Dafür werde man über 100 Videoprojektoren, 28 Lautsprecher und zehn Subwoofer einsetzen. Die Ausstellungshalle soll aus Pavillons, Bildungsbereichen, einem kleinen Museum und einem „Selfie room“ bestehen. Die Eintrittspreise werden ebenfalls angekündigt: Sie werden für reguläre Tickets bei 15 Euro liegen.

Culturespaces betreibt bereits Kunstzentren in New York, Seoul, Amsterdam und vielen anderen Städten weltweit. Dort sind bereits die digitalisierten Werke von Vincent van Gogh, Claude Monet, Gustav Klimt und Salvador Dalí zu sehen gewesen sein.

„Immersive Ausstellungen“ auf der ganzen Welt

In Kritiken von Besuchern und auch innerhalb der Kunstszene werden die Ausstellungen als „ganz neue Art, Kunst zu erleben“ hervorgehoben. Das Konzept der „immersiven Ausstellungen“ funktioniert in vielen unterschiedlichen Zusammenhängen. Mit „immersiv“ wird der Effekt beim Eintauchen in eine virtuelle Realität vermittels digitaler Medien beschrieben.

Culturespaces beschreibt seine Arbeit selbst als „Netzwerk“ mit Kulturorten auf der ganzen Welt, am häufigsten in Frankreich. Hinter den Projekten steht außerdem eine Stiftung, die benachteiligten Kindern kulturelle Bildung ermöglicht. Die Stiftung soll laut Ankündigung auch Kindern in Dortmund helfen, „ihr Leben durch kulturelle Aktivität zu formen“.

In der Ankündigung des neuen „space“ in Dortmund heißt es: „Die Ausstellungen werden so entworfen, dass sie die einzigartige Architektur des Phoenix des Lumières mit seinen 13 Meter hohen Mauern und seiner Fläche von 5600 qm ergänzen“.