Nach langer Corona-Pause: Erstes Oldtimer-Treffen im Dortmunder Westen

rnMercedes-Veteranen-Club Ruhr

Der Mercedes-Veteranen-Club Ruhr ist gerne im Ausland unterwegs. Für die erste Ausfahrt nach einer langen Corona-Pause steuerten die Clubmitglieder aber den Dortmunder Westen an.

Mengede

, 20.07.2020, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den vergangenen Jahren veranstalteten sie große Ausfahrten zu verschiedenen Zielen in Deutschland, sie fuhren nach Österreich und Frankreich. Da gab es auch schon mal Sternfahrten mit über 100 Teilnehmern.

Doch Corona bremste auch die Oldtimer-Fahrzeuge des Mercedes-Veteranen-Club Ruhr (MVC) aus. Denn größere Veranstaltungen erlaubte die Schutzverordnung nicht. Umso mehr freuten sich die Clubmitglieder über eine Einladung ihres Vereinskollegen Hans-Ulrich Peuser, der auch Vorsitzender des Heimatvereins ist, nach Mengede.

Zehn Fahrzeuge erkunden den Dortmunder Nordwesten

„Wir haben nach langer Pause die Gelegenheit genutzt, zunächst einmal mit nur zehn Fahrzeugen bei einer kleinen Ausfahrt den Dortmunder Nordwesten zu erkunden“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Theo Sobkowiak. Er hofft, dass bald auch wieder mehr möglich sein wird: „Unsere 200 Mitglieder haben insgesamt 250 Fahrzeuge, die alle mal bewegt werden müssen.“

Ein Opel Kapitän aus dem Jahr 1936.

Ein Opel Kapitän aus dem Jahr 1936. © Diethelm Textoris

Er selbst ist mit einem Mercedes aus dem Jahre 1950 angereist, ein Glanzstück, innen mit Teppich ausgelegt. „Das war seinerzeit das teuerste Auto, das Mercedes herstellte“, erklärt er stolz. Er weiß, dass in den 1950-er Jahren schon viele Prominente mit seinem Fahrzeug gefahren sind, wer, sagt er nicht, um keine Begehrlichkeiten zu wecken.

„Wir sind die Schrauber unter den Automobilfans“

Was reizt die Clubmitglieder an den alten Autos? Neben Technikbegeisterung sei es die Pflege und Bewahrung des Vergangenen sowie sich die daraus ergebende Kommunikation untereinander. Gerade die gegenseitige Hilfe mache das an sich nicht preiswerte Hobby auch finanzierbar. Darin sieht Sokowiak auch den Unterschied zu dem Oldtimer-Spekulanten: „ Wir sind die Schrauber unter den Automobilfans, sind mit dem Herz dabei. Die anderen sind meilenweit entfernt. Sie sehen nur das Geld und die Kapitalanlage.“

Der Veteran unter den Veteranen: ein Ford aus dem Jahre 1932 mit Blick in den „Maschinenraum“.

Der Veteran unter den Veteranen: ein Ford aus dem Jahre 1932 mit Blick in den „Maschinenraum“. © Diethelm Textoris

Um die Veranstaltung aus Schutzgründen nicht zu groß werden zu lassen, hatte Hans-Ulrich-Peuser auf große Ankündigungen verzichtet. Trotzdem hatte sich auf dem Areal vor dem Heimathaus eine stattliche Anzahl von Besuchern eingefunden, um die Schmuckstücke der Automobilität zu bestaunen, um von den Besitzern Informationen zu bekommen und zu fachsimpeln.

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Viel Bewunderung bekamen die Veteranen unter den Veteranen: Ein Opel Kapitän Cabriolet aus dem Jahre 1936 und ein Ford von 1932, bei dem der Eigentümer auch einen Blick auf das saubere Innere mit den vier Zylindern erlaubte.

Bei Kaffee und Kuchen bekamen die Gäste von Peuser Infos über die Geschichte und die verschiedenen Aktivitäten des Heimatvereins. Danach standen noch die Zeche Zollern und die Gaststätte Tante Amanda auf dem Programm.

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