Lichterfest: Bericht über Ersatzveranstaltung – Park-Chefin schweigt zu eigener Aussage

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In die Frage nach einer Entschädigung für das Debakel beim Lichterfest kommt offenbar Bewegung. Das Verhalten der Westfalenpark-Chefin indes gibt Rätsel auf.

Dortmund

, 03.09.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besucher des Lichterfestes im Westfalenpark am vergangenen Wochenende können offenbar auf eine Entschädigung hoffen.

Es werde eine Ersatzveranstaltung geben, kündigte Westfalenpark-Chefin Annette Kulozik am Dienstagmorgen im Gespräch mit dem lokalen Radiosender Radio 91.2 an.

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Mehr Details nannte sie in dem Radio-Interview zunächst nicht – man wolle den enttäuschten Besuchern jedoch „möglichst bald“ einen Ausgleich für den verpassten Abend anbieten. Derzeit befinde man sich in der Saisonplanung, sagte Kulozik. Sobald wie möglich wolle man weitere Details nennen.

Am Mittag reagierte die Westfalenpark-Chefin auf eine Anfrage unserer Redaktion zu diesem Thema dann in unerwartet kurioser Weise: Sie wollte die am Morgen gegenüber dem Radiosender getätigten und auf dessen Internet-Auftritt dokumentierten Aussagen gegenüber unserer Redaktion weder bestätigen noch dementieren – und verwies auf ein angeblich für den nächsten Tag anberaumtes Pressegespräch zum Thema. Eine Einladung zu einem solchen Gespräch war zu diesem Zeitpunkt (Stand: 3.9., 13.45 Uhr) jedoch noch nicht eingegangen.

Die Stadt gab sich am Nachmittag dann auch erstaunt: Es sei keine Pressekonferenz zum Thema Lichterfest-Desaster geplant, so Stadtsprecherin Anke Widow gegenüber unserer Redaktion.

Bereits am Montag hatten die Veranstalter angekündigt, man werde sich über eine Wiedergutmachung Gedanken machen. Hier blieb es jedoch weitgehend unkonkret.

Westfalenpark-ChefinKulozikk und auch die Stadt stehen nach den Vorgängen auf dem Lichterfest im Zentrum der öffentlichen Kritik, die seit Tagen nicht abreißt: Wegen einer Gewitterwarnung wurde am Samstagabend der Westfalenpark evakuiert. Das Lichterfest werde abgebrochen, hieß es – später ging es dann doch weiter. Denn das Gewitter verzog sich schneller als befürchtet. Das Bühnenprogramm wurde fortgesetzt, eines der ursprünglich geplanten drei Feuerwerke wurde doch noch gezündet.

Viele Besucher schrieben im Nachhinein empörte Mails an die Veranstalter, in Sozialen Netzwerken machte sich Unmut breit: Letztlich seien jene Besucher belohnt worden, die sich der Anweisung zur Räumung des Parks widersetzt hätten. Etliche forderten ihr Geld zurück. Im Sozialen Netzwerk Facebook hagelte es für den Westfalenpark negative Bewertungen - so viele, dass Facebook zwischenzeitlich die Bewertungsfunktion sogar sperrte.

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