Nach Meerschweinchen-Drama - Behörde schreitet ein

Tierquälerei in Lütgendortmund

Nachdem Tierschützer verwahrloste Meerschweinchen in einer Gartenanlage in Lütgendortmund vor dem Verdursten retteten, hat das Veterinäramt die Tierhaltung kontrolliert. Mit Folgen.

Lütgendortmund

, 10.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Nach Meerschweinchen-Drama - Behörde schreitet ein

Insgesamt 13 Meerschweinchen verdursteten fast. Schlimme Zustände entdeckten Tierschützer und das Veterinäramt bei einer Tierhaltung auf einem Grabeland in Lütgendortmund. © Arche 90

Es war ein schlimmer Anblick, der sich den Tierrettern von Arche 90 bot, als sie am Wochenende bei einem Tierhalter auf einem Grabeland in Lütgendortmund eintrafen. Man entdeckte verwahrloste Hühner, Tauben, Enten, Kanarienvögel, Kaninchen und insgesamt 13 fast verdurstete Meerschweinchen. Sofort wurde das Veterinäramt eingeschaltet.

Veterinäramt kündigt eine Nachkontrolle der Tierhaltung an

Wie unsere Redaktion auf Anfrage erfuhr, wurde die Tierhaltung von der Behörde inzwischen kontrolliert. Auch die Kontrolleure stellten bezüglich der Versorgung und der Unterbringung der Tiere Mängel fest. An den Tierbesitzer erging die schriftliche Anordnung, zukünftig die bedarfsgerechte Versorgung und Unterbringung der Tiere sicherzustellen. Eine Nachkontrolle, so die Auskunft des Veterinäramtes, werde erfolgen.

„Die Zustände waren so schlimm“, so sagte Gabi Bayer von Arche 90 am Wochenende, „dass wir 13 Meerschweinchen und ein Kaninchen, das ein völlig vereitertes Auge hatte, umgehend in die Tierklinik bringen mussten.“ Zuvor sei es nur duch massives Drängen gegenüber dem Tierhalter möglich gewesen, den Meerschweinchen etwas Flüssigkeit zukommen zu lassen.

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