Nach Raubserie: Polizei verhaftet 14-jährigen Dortmunder

Kinder überfallen

Ein 14-jähriger Dortmunder hatte über Wochen Raubstraftaten im Dortmunder Süden verübt. Gemeinsam mit rekrutierten Mittätern suchte er sich junge Opfer zwischen 11 und 13 Jahren – schlug, schubste und beraubte sie. Einmal war sogar ein Messer im Spiel. Am Montag klickten die Handschellen.

DORTMUND

30.01.2018, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach Raubserie: Polizei verhaftet 14-jährigen Dortmunder

Am Bahnhof Hörde suchte der 14-Jährige nach Mittätern. © BARZ fotografie service

Die „akribischen Ermittlungen“ des Dortmunder Jugendkommissariats hätten am Montag zur Inhaftierung eines 14-jährigen Intensivtäters geführt, schreibt die Polizei in einer Mitteilung. Der Jugendliche aus Dortmund sei im Dortmunder Süden wochenlang auf Raubzug gewesen. Seine Mittäter „rekrutierte“ er dabei hauptsächlich am Hörder Bahnhof. Die Beweislast sei "schließlich erdrückend" gewesen, hieß es. Seit Montag befindet sich der Tatverdächtige in U-Haft.

Dabei erkundete er im Vorfeld, ob sich der Raubzug auch lohnt: Trugen die Kinder Smartphones oder Spielekonsolen bei sich, fielen sie ins Beuteschema. Die in allen Fällen körperlich überlegene Gruppe schlug und schubste die Opfer, in einem Fall wurde ein 13-Jähriger sogar mit einem Messer bedroht. Ermittlungen ergaben, dass die Täter die Beute an verschiedenen Verkaufsläden in Dortmund-Hörde in "Bares" umtauschten.

Mehrere Taten im Umfeld des Hörder Bahnhofs

Schon im Dezember war die Polizei auf mehrere Raubfälle an Kindern aufmerksam geworden. Mindestens drei davon seien "hauptsächlich dem 14-Jährigen anzukreiden". Hinweise auf der Bevölkerung hätten die Polizei auf die Spur des Jungen gebracht.

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Obwohl er bereits wusste, dass die Polizei ihn im Auge behielt, beging er weitere Straftaten. Noch am vergangenen Samstag soll er an der Hörder Bahnhofsstraße einen alkoholisierten Erwachsenen ausgeraubt haben. Gemeinsam mit weiteren Tätern soll er ihn getreten und zu Boden gerissen und anschließend Handy und Bargeld erbeutet haben.

Polizeipräsident lobt Arbeit der Jugendermittler

Polizeipräsident Gregor Lange lobte die Arbeit des Jugendkommissariats: "Die aufmerksame Arbeit unserer Ermittler und die professionelle Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft und der Stadt" hätten zur Inhaftierung des Jugendlichen geführt. Die Entscheidung sei "der richtige Weg, um jugendlichen Straftätern die Konsequenzen ihres kriminellen Handels zu zeigen".

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