Nach Tagesbruch: Dortmunder Kanal an der Emscherallee ist repariert

Abwasser

Im Herbst 2018 kam es zu einem Tagesbruch in Dortmund. Dabei wurde auch ein Abwasserkanal stark beschädigt. Die Folge: eine Großbaustelle. Jetzt ist der Kanal repariert worden.

Huckarde, Deusen

09.12.2020, 20:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Herbst 2018 kam es in Dortmund zu einem sehr großen Tagesbruch. Jetzt wurde der beim Tagesbruch zerstörte Kanal repariert. So sieht es nun vor Ort aus.

Im Herbst 2018 kam es in Dortmund zu einem sehr großen Tagesbruch. Jetzt wurde der beim Tagesbruch zerstörte Kanal repariert. So sieht es nun vor Ort aus. © Stadt Dortmund

Nach zwei Jahren Bauzeit fließt das Abwasser aus Huckarde wieder unterirdisch zur Kläranlage Deusen. Am 1. Dezember wurden die neuen Anlagen durch den Abwasserbetrieb der Stadtentwässerung in Betrieb genommen.

Gleichzeitig wurde mit dem Abbau der großen oberirdischen Abwasserumleitung mit ihren Hochdruckpumpen und Stahlleitungen begonnen.

Emscherallee brach vor zwei Jahren ein

Etwas mehr als zwei Jahre ist es her, dass die Emscherallee einbrach und die dortigen Abwasseranlagen zerstört wurden. Seitdem wurden die Anlagen repariert.

Normalerweise bedürften Baumaßnahmen dieser Größenordnung einem Planungsvorlauf mehrerer Jahre, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Dortmund.

Die Fahrbahn sackte 2018 ein.

Die Fahrbahn sackte 2018 ein. © Peter Bandermann (Archivbild)

Dass die Reparatur nun in nur zwei Jahren Bau- und Planungszeit gelingen konnte, sei dem besonderen Engagement in der Abteilung „Planen und Bauen“ zu verdanken, betont Christian Falk, technischer Betriebsleiter der Stadtentwässerung.

Aber auch die Kollegen des Abwasserbetriebes lobt er in besondere Weise. Ihnen und der Unterstützung durch das Technische Hilfswerk Dortmund und Iserlohn sei es zu verdanken, dass im August 2020 nicht ganz Huckarde überflutet wurde, als die Hochleistungspumpen, die das Abwasser mehr als zwei Jahre lang umleiteten, verstopften.

Kosten: 13 Millionen Euro

Mario Niggemann, kaufmännischer Leiter der Stadtentwässerung, hebt zudem hervor, dass man mit 13 Millionen Euro unter den veranschlagten Kosten von rund 15 Millionen Euro geblieben sei.

So sah der Tagesbruch an der Emscherallee im Jahr 2018 aus.

So sah der Tagesbruch an der Emscherallee im Jahr 2018 aus. © Peter Bandermann (Archivbild)

Nachdem das Abwasser nun wieder seine gewohnten Bahnen durch unterirdische Anlagen nimmt, gilt es, die Maßnahme noch abzuschließen, heißt es bei der Stadt. Die Oberfläche muss wieder geschlossen werden, die Emscherallee soll ihren alten Verlauf wiederbekommen. Bis Mitte 2021 soll das geschehen sein.

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Warum die Straße am 4. Oktober 2018 so plötzlich abgesackt ist, wird indes wohl für immer unklar bleiben. Bergbaueinflüsse hatte der beauftragte Baugrund-Gutachter ausgeschlossen. Nur vermutet werden kann, dass durch die extreme Trockenheit in dem Jahr die Grundwassersituation beeinflusst wurde und es so zu den Bodenbewegungen kam, die die Erde haben wegrutschen lassen.

Die abgesackte Emscherallee in Huckarde aus der Vogelperspektive.

Die abgesackte Emscherallee in Huckarde aus der Vogelperspektive. © Peter Bandermann (Archivbild)

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