Politiker pochen auf Verengung der Buschstraße - das sagt die Stadt

rnVerkehr in Huckarde

Vor zwei Jahren hat die Bezirksvertretung Huckarde verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Buschstraße beschlossen. Seitdem ist nichts passiert. Jetzt äußert sich die Verwaltung.

Huckarde

, 22.10.2019, 21:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf der Buschstraße wird zu schnell gefahren. Die Bezirksvertretung (BV) Huckarde hat deshalb vor rund zwei Jahren eine Verkehrsberuhigung für die 30er-Zone beschlossen. Baumtore, also eine mit Bäumen bewachsene Verengung der Straße, sollten als kostengünstige und umweltfreundliche Maßnahme dienen. Während es solche „Verkehrsberuhiger“ im vorderen Teil der Straße bereits gibt, ist in Richtung S-Bahn-Unterführung die Bahn für Raser frei.

„Die Buschstraße wird täglich von Pkw und Kleintransportern als Abkürzung in Richtung Rahm benutzt“, sagt der Grünen-Bezirksvertreter Kaan Eker. „Vor allem in den frühen Morgenstunden, aber auch zur Rushhour und in der Dunkelheit fahren viele Autos teilweise mit hohen Geschwindigkeiten.“ Doch trotz dieser Beobachtungen und BV-Beschlüsse hat sich auf der Buschstraße bislang nichts getan.

Geschwindigkeits-Display soll helfen

Zumindest nichts in Sachen Baumtore. Denn seit knapp einem Monat steht ein Geschwindigkeits-Display an der Straße. „Das hat die Bezirksvertretung vor circa einem halben Jahr beschlossen – und es wurde schnell umgesetzt“, sagt Kaan Eker. Zwar sei es nur eine Art Hinweistafel, deren Anzeige bei zu hoher Geschwindigkeit ein rotes „Bitte langsam“ anzeigt, aber Wirkung zeige sie dennoch. „Viele Autofahrer fahren langsamer, bis die Anzeige grün wird und ‚Danke‘ sagt.“

Dennoch: Ziel der Bezirksvertreter sind weiterhin „echte“ verkehrsberuhigende Maßnahmen. Dafür hat die BV mit einem zweiten Beschluss sogar noch einmal circa 12.500 Euro zur Verfügung gestellt. „Die Baumtore sind wohl teurer als gedacht, aber die zusätzliche Summe ist ja jetzt vorhanden“, sagt Kaan Eker.

Schulkinder sollen sicher über die Straße kommen

Die Bezirksvertreter führen als Argument für eine schnelle Umsetzung der Verkehrsberuhigung die Gefahr für Schulkinder an. Für die sei es immer, aber insbesondere in der dunklen Jahreszeit wichtig, sicher die Straße überqueren zu können – vor allem im Bereich der Bushaltestellen.

Pünktlich zum Winter soll es jetzt endlich so weit sein: Die Baumtore sollen jetzt zeitnah gebaut werden. „Die Baumaßnahme Buschstraße wird dieses Jahr noch umgesetzt“, teilt Stadt-Pressesprecher Christian Schön auf Anfrage dieser Redaktion mit. „Der Baubeginn ist vorbehaltlich der Witterung für Ende Oktober/Anfang November anvisiert.“ Die Bauzeit betrage dann circa zwei Wochen.

Im Bereich der Unterführung wird es ruhiger

Die Baumtore werden östlich und westlich der S-Bahn-Unterführung angelegt. Insbesondere dort hatten die Bezirksvertreter Geschwindigkeitsüberschreitungen beklagt, die im vorderen Bereich der Straße bereits durch eine Verkehrsberuhigung minimiert werden.

Lesen Sie jetzt