Nächste Großdemo in Dortmund geplant – beim letzten Mal kamen 5000 Leute

rnAnti-Rassismus-Demo

Die Dortmunder wollen auch in Corona-Zeiten wieder gegen Rassismus auf die Straße gehen: Die nächste Demo ist angemeldet. Bei der Premiere kamen statt 1000 Teilnehmern fünf Mal so viele.

Dortmund

, 24.06.2020, 18:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Update, 26.6., 16 Uhr: Die nächste Großdemo gegen Rassismus sollte ursprünglich am Samstag (27.6.) auf dem Hansaplatz stattfinden. Am Tag zuvor wurde bekannt, dass sie von Veranstalterseite kurzfristig verschoben worden ist. Geplant ist sie jetzt eine Woche später, am 4. Juli.

Ursprungstext:

Das Bündnis „Silent Demo“ wird am Samstag, 27. Juni, wieder auf die Straße gehen. Für 16.30 Uhr hat das Dortmunder Team des deutschlandweit aktiven Bündnisses erneut auf dem Hansaplatz eine Kundgebung gegen Rassismus in Deutschland angemeldet.

Rund 2000 Menschen werden diesmal wohl erwartet, heißt es aus dem Umfeld der Organisatoren. Zur letzten Demo am 6. Juni, wenige Wochen nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd in den USA, waren rund 5000 Menschen auf dem Hansaplatz zusammen gekommen. Deutlich mehr als erwartet: 1000 waren ursprünglich angemeldet.

Maskenpflicht und Abstandsregeln zum Infektionsschutz

Kevin Matuke vom Netzwerk Afrido ist bei der geplanten Demo nicht mehr als offizieller Organisator aktiv, war aber bei Planungsgesprächen dabei.

Er berichtet, dass die Veranstalter diesmal mit weniger Teilnehmern rechnen. Außerdem sollen Maskenpflicht und Abstandsregeln gelten, wie schon beim letzten Mal. Ordner sollen sich um die Einhaltung kümmern.

Die Veranstalter selbst, das Silent-Demo-Team, waren am Mittwoch nicht mehr für weitere Nachfragen erreichbar. Denn offen ist noch, wie genau das Hygienekonzept aussieht und wie man sich für den Fall wappnen will, dass die Teilnehmerzahl erneut alle Erwartungen übersteigt.

Denn obwohl es zur vorangegangenen Demo am 6. Juni viele Solidaritätsbekundungen gegeben hatte, sorgte gerade die hohe Teilnehmerzahl vor allem auf Facebook auch immer wieder für Kritik an Veranstaltern und Polizei.

Die überraschend hohe Zahl an Demonstranten sorgte auch mit dafür, dass die Abstände nicht immer eingehalten wurden. Geäußert wurde im Nachhinein mehrfach die Sorge, dass die Demo ein „Infektionsherd“ für die Corona-Ausbreitung gewesen sein könnte.

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Die Polizei bestätigt bisher (Stand Mittwoch, 24.6., 18 Uhr), dass für Samstag eine Standkundgebung auf dem Hansaplatz angemeldet ist. Zu Sicherheitskonzept und Infektionsschutz konnte auch die Polizei noch nichts sagen.

„Die Koordinationsphase läuft gerade“, sagte Polizeisprecher Sven Schönberg. Zur angemeldeten Teilnehmerzahl wollte er sich ebenfalls nicht äußern. Auch die sei noch Thema der Koordinierungsgespräche zwischen Polizei und Veranstaltern.

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