Naturschutzgebiet Buschei: Hier ist ein Spaziergang an Ostern ein Muss

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Wer die Ostertage im Freien verbringen und die Sicherheitsregeln in Corona-Zeiten einhalten möchte, ist im Naturschutzgebiet Buschei richtig: Hier gibt‘s genug Platz und vor allem: Ruhe.

Kurl

, 09.04.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Angenehm ist es im Naturschutzgebiet Buschei in Kurl. Ein paar Jogger kommen vorbei, ein Radfahrer grüßt freundlich. Eine 54-jährige Brackelerin ist mit ihrer Hündin Cora unterwegs. „Es gibt hier verschiedene Wandermöglichkeiten im Wald“, sagt sie.

Viele Hundebesitzer gehen hier mit ihrem Liebling Gassi.

Viele Hundebesitzer gehen hier mit ihrem Liebling Gassi. © Schaper

Eine weitere Spaziergängerin schätzt vor allem die Stille im Wald. Und wirklich: Es ist kaum etwas zu hören, bis auf gelegentliche Vogellaute.

Früher rollten hier die Panzer

Auf dem ehemaligen Schießplatz hat sich die Natur breitgemacht. Es herrscht tiefe Ruhe. Liegende Baumstämme weisen den Weg, den die Besucher benutzen dürfen.

Am ehemaligen Schießstand kann man die blühenden Weißdornbäume bewundern.

Am ehemaligen Schießstand kann man die blühenden Weißdornbäume bewundern. © Schaper

Denn es könnte durch noch im Boden versteckte Munition Gefahr bestehen, wenn sich Spaziergänger von den Wegen entfernen. Am Rand des Platzes stehen einige Weißdornbäume, die bereits treiben.

Natur erobert Militärgebiet zurück

Das Naturschutzgebiet war früher ein Militärgebiet. Auf dem Übungsgelände der britischen Streitkräfte gab es sogar eine Panzerfahrstrecke. Der Bereich war hermetisch abgeriegelt.

Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Aufgabe des Militärstützpunktes vollzog sich seit den 1990er-Jahren eine Wende um 180 Grad zur heutigen, rein friedlichen Nutzung.

Buschei punktet mit viel Natur - und Ruhe.

Buschei punktet mit viel Natur - und Ruhe. © Schaper

Das Umweltamt überprüfte 1995 – nach dem Ende der militärischen Nutzung – die bis dahin unberührte Natur östlich des ehemaligen Flugplatzes aus den 1930er-Jahren. Wildlebende Tiere und Pflanzen eroberten die abwechslungsreiche Struktur zurück.

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Peter M. geht gerne im Naherholungsgebiet mit seinen Hunden spazieren. „Hier ist man direkt in der Natur. Es ist schön, trotz Corona gefahrlos draußen sein zu können.“

Besonders gefällt es ihm, dass man auch bei schlechtem Wetter dank der befestigten Straße trockenen Fußes vorankommt. In der weiteren Umgebung gibt es Bushaltestellen und den Bahnhof Scharnhorst. Parken können Besucher vor einer Schranke, direkt am Beginn des Gebietes.

Benjeshecken am Wegesrand der ehemaligen Panzerstrecke zeigen Fußgängern an, dass sie nicht den Weg verlassen sollen. Die mit Gehölzschnitt angelegten Hecken bieten Vögeln und anderen Tieren Schutz und Nahrung. Sie wachsen durch Windanflug und durch Samen aus dem Kot rastender Vögel.

Ein Tunnel soll die Verbindung erleichtern

Die Bezirksvertretung Scharnhorst möchte einen Fußgänger- und Radfahrer-Tunnel unter der Bahnlinie Dortmund/Hamm, die bisher die Gebiete trennt. Ein Tunnel würde dann auch die Naturräume Alte Körne und Buschei verbinden.

Auch bei Joggern ist das Naturschutzgebiet beliebt.

Auch bei Joggern ist das Naturschutzgebiet beliebt. © Schaper

Ein Tunnel könnte auch die Anbindung verbessern. Sie wird wenig gelobt. „Mit dem Auto kommt man noch gut hin, aber zu Fuß ist es schlecht, grade für ältere Leute“, bedauert die 54-jährige Hundehalterin aus Brackel.

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