Nazis verlegen Konzert in die Nähe von Karlsruhe

Nach Verbot durch die Stadt

Das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen hat kurz vor 14 Uhr das Verbot der Stadt Dortmund gegen ein Nazikonzert am Samstag (16.11.) in Dortmund bestätigt. Die Partei "Die Rechte" zieht jetzt nach Karlsruhe. Aber nicht vor das Bundesverfassungsgericht.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 15.11.2013, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was bisher geschehen ist:

  • Nazi-Partei "Die Rechte" ruft zu Konzert mit Hass-Bands auf
  • Stadt Dortmund verbietet Konzert in einer Lagerhalle westlich vom Hafen
  • Neonazis auf der Suche nach einer Alternative für bis zu 800 Besucher
  • Hass und Gewalt: Bandmitglieder sind vorbestraft
  • Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bestätigt Konzertverbot durch die Stadt
  • Konzert angeblich in der Nähe von Karlsruhe verlegt

Update 16:40 Uhr Der braune Spuk ist vorbei. Das von der Neonazi-Partei geheim geplante und von der Stadt Dortmund aus baurechtlichen Gründen verbotene Rechtsrock-Konzert mit vier Bands findet nicht in einer Lagerhalle am Dortmunder Hafen und definitiv nicht in einer Stadt in der Nähe von Dortmund statt. Alternativ-Standort soll jetzt Karlsruhe sein. Damit löst sich auch ein Großeinsatz der Dortmunder Polizei in Luft aus. In enger Kooperation auch beim Konzert-Verbot haben Polizei und Stadt der Dortmunder Naziszene mehr als nur die Feierlaune verdorben. Update 14.30 Uhr Das "Bündnis Dortmund nazifrei" nimmt zu dem Verbot Stellung. Katja Bender: "Mit Rechtsrock-Konzerten wollen die Neonazis neue Mitglieder fischen und mobilisieren. Solche Konzerte können wir in Dortmund nicht dulden." Sucht und findet "Die Rechte" jetzt einen anderen Konzertsaal für diesen Samstagabend in Dortmund oder einer anderen Stadt? Wir berichten nach.

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