Rechte Parolen und Hitlergruß: Polizei schreibt Strafanzeigen gegen Neonazis

Bilanz nach Polizeigroßeinsatz

In fünf Demonstrationen ist am Montagabend in Dortmund ein breites Bündnis gegen eine Kundgebung der Neonazis auf die Straße gegangen. Im Anschluss zog die Polizei eine erste Bilanz.

Dortmund

15.10.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rechte Parolen und Hitlergruß: Polizei schreibt Strafanzeigen gegen Neonazis

Die Polizei Dortmund hatte am Montagabend eine Einsatzlage mit mehreren Versammlungen zu bewältigen. © Oliver Schaper

Die Polizei Dortmund hatte am Montag (14.10.) eine Einsatzlage mit mehreren Versammlungen zu bewältigen. Anlässlich einer Kundgebung von Rechtsextremisten waren fünf Gegendemonstrationen verschiedener Dortmunder Bündnisse angemeldet worden.

Eine weitere Versammlung von kurdischen Mitbürgern machte auf die aktuelle Situation der kurdischen Bevölkerung im arabischen Raum aufmerksam. Ihr schlossen sich 800 Personen an.

Alle Versammlungen, so teilt es die Polizei am späten Montagabend in einer Pressemitteilung mit, verliefen weitestgehend störungsfrei.

Polizei spricht von einem „bunten und friedlichen Gegenprotest“

Insgesamt versammelten sich nach Polizeiangaben im Rahmen der fünf Gegendemonstrationen etwa 1.600 Menschen, die sich schließlich im Bereich der Kaiser-/Gerichtsstraße zu einer großen Kundgebung zusammenschlossen.

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Neonazi-Kundgebung und Gegenprotest in Dortmund

Das Kaiserviertel war voller Menschen. Mehr als 2000 Demonstranten haben gegen eine Kundgebung von 60 Neonazis vor der Justizvollzugsanstalt in Dortmund protestiert.
14.10.2019
/
Mehr als 2000 Menschen haben am Montagabend gegen etwa 60 Neonazis protestiert.© Oliver Schaper
Im Kaiserviertel war es richtig voll.© Oliver Schaper
Mehrere Bündnisse gegen Rechtsextremismus haben sich zu dem Protest zusammengeschlossen.© Oliver Schaper
Die Teilnehmer haben die Neonazis übertönen können.© Oliver Schaper
Etwa 60 Neonazis hatten sich vor der Justizvollzugsanstalt versammelt.© Oliver Schaper
Die Neonazis kamen verspätet zu ihrer eigenen Kundgebung.© Oliver Schaper
Mit ihrer Aktion wollten sie sich solidarisch zeigen mit einem inhaftierten Neonazi.© Oliver Schaper
Die Kundgebung der Rechtsextremen war von der Nordstadt zur Justizvollzugsanstalt verlegt worden.© Oliver Schaper
Die Kundgebung der Gegendemonstranten war in der Gerichtsstraße.© Oliver Schaper
Die Gegendemonstranten positionierten sich in Hörweite zu den Neonazis.© Oliver Schaper
Für die Polizei war das Demogeschehen ein Großeinsatz.© Oliver Schaper
"Lasst unsere Kameraden raus!" forderten die Neonazis. Die Gegendemonstranten forderten "Nazis rein in die JVA!"© Oliver Schaper
Mehr als 2000 Menschen haben am Montagabend gegen etwa 60 Neonazis protestiert.© Oliver Schaper

„Mit ihrem bunten und friedlichen Gegenprotest standen sie etwa 80 Rechtsextremisten gegenüber“, so der Wortlaut der Pressemeldung. Die Versammlung der Rechtsextremisten sei gegen 21.10 Uhr beendet gewesen, der Gegenprotest nur wenige Minuten später.

Rechtsextremisten zeigen Hitlergruß

Im Zusammenhang mit der Versammlung von Rechtsextremisten schrieb die Polizei unter anderem zwei Anzeigen wegen des Zeigens eines Hitlergrußes. Zudem wurden eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige aufgrund eines Auflagenverstoßes geschrieben. Der Aufzug wurde aufgrund des Skandierens rechter Parolen zweimal angehalten und es wurden ergänzende Auflagen erteilt.

Zu einem Zwischenfall kam es im Anschluss an die Versammlungen in der Abmarschphase. Vor einem Bekleidungsgeschäft am Brüderweg, das die bei Neonazis beliebte Bekleidungsmarke Thor Steinar führt und an dem wenige Stunden zuvor eine ebenfalls störungsfreie Kundgebung stattgefunden hatte, kam es aus einer Gruppe von Gegendemonstranten zu einer Widerstandshandlung. Es wurde eine Strafanzeige gefertigt.

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Neonazi-Kundgebung und Gegenprotest in Dortmund

Das Kaiserviertel war voller Menschen. Mehr als 2000 Demonstranten haben gegen eine Kundgebung von 60 Neonazis vor der Justizvollzugsanstalt in Dortmund protestiert.
14.10.2019
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Mehr als 2000 Menschen haben am Montagabend gegen etwa 60 Neonazis protestiert.© Oliver Schaper
Im Kaiserviertel war es richtig voll.© Oliver Schaper
Mehrere Bündnisse gegen Rechtsextremismus haben sich zu dem Protest zusammengeschlossen.© Oliver Schaper
Die Teilnehmer haben die Neonazis übertönen können.© Oliver Schaper
Etwa 60 Neonazis hatten sich vor der Justizvollzugsanstalt versammelt.© Oliver Schaper
Die Neonazis kamen verspätet zu ihrer eigenen Kundgebung.© Oliver Schaper
Mit ihrer Aktion wollten sie sich solidarisch zeigen mit einem inhaftierten Neonazi.© Oliver Schaper
Die Kundgebung der Rechtsextremen war von der Nordstadt zur Justizvollzugsanstalt verlegt worden.© Oliver Schaper
Die Kundgebung der Gegendemonstranten war in der Gerichtsstraße.© Oliver Schaper
Die Gegendemonstranten positionierten sich in Hörweite zu den Neonazis.© Oliver Schaper
Für die Polizei war das Demogeschehen ein Großeinsatz.© Oliver Schaper
"Lasst unsere Kameraden raus!" forderten die Neonazis. Die Gegendemonstranten forderten "Nazis rein in die JVA!"© Oliver Schaper
Mehr als 2000 Menschen haben am Montagabend gegen etwa 60 Neonazis protestiert.© Oliver Schaper

Im Verlauf der Versammlung von kurdischen Mitbürgern kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Einsatzkräften und einem unbeteiligten Passanten. Auch hierzu wurde eine Strafanzeige gefertigt.

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