Neonazis demonstrieren in der City - Blockade geplant

23. August

Die nächste Neonazi-Demo steht Dortmund bevor. Die Partei "Die Rechte" will am 23. August um 15 Uhr auf der Katharinenstraße protestieren. Es geht gegen das vor zwei Jahren verhängte Verbot des Nationalen Widerstands Dortmund (NWDO). Das "Blockado"-Bündnis will zwei Stunden eher da sein und den Platz besetzen.

DORTMUND

, 12.08.2014, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Anfang 2014 gegründete Bündnis ruft - wie vor dem 1.5.2014 - auch am 23. August zu einer weiteren Blockade gegen Nazis auf.

Das Anfang 2014 gegründete Bündnis ruft - wie vor dem 1.5.2014 - auch am 23. August zu einer weiteren Blockade gegen Nazis auf.

im Mai ein neuer Verdachtsfall von kollektiver Nötigung ab? Blockado-Sprecher Stephan Michaelis ist tiefenentspannt: "Blockaden verstehen wir als zivilen Ungehorsam. Wir kommunizieren sehr offen, dass eine Nötigungs-Anzeige als Folge einer Blockade etwas Ärger einbringen kann. Aber wir nehmen das in kauf, weil Blockaden notwendig sind, um effektiv gegen Nazis zu protestieren." Die Partei "Die Rechte" ruft für 15 Uhr zu einer Standkundgebung auf der Katharinenstraße auf. Die Polizei rechnet mit 50 Teilnehmern. Blockado bereitet im Hintergrund eine Blockade vor, mobilisiert seine Mitglieder und will die Katharinentreppe schon um 13 abschotten, um Nazis am Zugang zu hindern.

hatte das Bündnis  den Bahnhof Westerfilde blockiert  und so die Anreise der Rechtsextremisten gestört und verzögert.

Mit dieser Blockade wollen die Nazi-Gegner den "Christopher Street Day" (CSD) an der Reinoldikirche in der Innenstadt schützen. Der CSD ist ein öffentliche Party von Homosexuellen. "Nazis sind für Schwule und Lesben eine Gefahr. Wir sind mit den CSD-Leuten solidarisch", begründet Stephan Michaelis den Blockade-Versuch. Zwischen Reinoldikirche und Katharinenstraße liegen 650 Meter. Der Sprecher weiter: "Wir demonstrieren friedlich und gewaltfrei. Wir wollen keine Eskalation."

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