Rechtsextremismus in Dortmund

Neonazis störten Plakatier-Aktion zur Landtagswahl auf dem Wilhelmsplatz

Personen, die in Dorstfeld Wahlplakate aufhängen wollten, wurden dabei offenbar von Rechtsradikalen gestört. Die Polizei macht ihnen mit Blick auf die Landtagswahl eine klare Ansage.
Plakatierer, die Wahlplakate für die Landtagswahl aufhängen wollten, wurden Freitagnacht auf dem Wilhelmsplatz von Rechtsradikalen angegangen.
Plakatierer, die Wahlplakate für die Landtagswahl aufhängen wollten, wurden Freitagnacht auf dem Wilhelmsplatz von Rechtsradikalen angegangen. © Stephan Schütze (Archiv)

Im Kontext der anstehenden Landtagswahlen hat die Polizei Dortmund die Ermittlungen gegen einen stadtbekannten Rechtsradikalen aufgenommen. Er soll eine Plakatier-Aktion für die Wahlen in Dorstfeld gestört haben.

Wie die Polizei berichtet, sollen mehrere Rechtsextremisten Freitagnacht (1.4.) gegen 23.50 Uhr mit aggressivem Verhalten aufgefallen sein, als sie offenbar eine Plakatier-Aktion zu den Landtagswahlen auf dem Wilhelmsplatz in Dorstfeld störten. Die Polizei wurde hinzugerufen und konnte nach eigenen Angaben vor Ort einen 29-jährigen „rechtsradikalen Intensivtäter“ antreffen und kontrollieren.

Soko Rechts ermittelt

„Wir lassen nicht zu, dass im Vorfeld der kommenden Landtagswahl Einschüchterungen und Störungen durch Rechtsextremisten und Verfassungsfeinde vorgenommen werden“, lässt sich Polizeipräsident Gregor Lange dazu in einer Pressemitteilung zitieren. Auf künftige Störungen sei man vorbereitet und wolle dagegen mit Entschlossenheit vorgehen.

„Dafür befinden sich sowohl verdeckte als auch uniformierte Polizeikräfte im Einsatz, nicht nur in Dorstfeld! Im Übrigen werden wir den Vorfall in das laufende Gerichtsverfahren zur geplanten Videobeobachtung in Dortmund Dorstfeld aufnehmen“, so Lange weiter.

Die Soko Rechts habe die Ermittlungen zu dem Vorfall Freitagnacht aufgenommen und ermittle nun zu strafrechtlichen Hintergründen. Auch nach Mittätern werde gefahndet.

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