Nette Toilette: Menschen aus dem Stadtbezirk Mengede machen Vorschläge

rnStadtbezirks-Marketing

Im Dezember gab der Rat grünes Licht für das Projekt „Nette Toilette“. Zuständig ist nun das Mengeder Stadtbezirksmarketing. Für die Wahl der Standorte gibt es Vorschläge der Bürger.

Mengede

, 11.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer kennt das Problem nicht: Beim Einkaufen oder auf dem Weg zum Arzt mal eben einem „dringenden Bedürfnis“ nachzugehen, ist gar nicht so einfach. Das ist im Stadtbezirks-Zentrum in Mengede so wie auch in den anderen Stadtteilen. Nur auf dem Mengeder Markt gibt es eine öffentliche City-Toilette.

Weil öffentliche Toiletten stadtweit ein Problem sind und in Hörde seit einigen Jahren das Pilotprojekt „Nette Toilette“ erfolgreich läuft, weitete die Stadt das Konzept auf alle Stadtbezirke aus.

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Das Prinzip ist simpel: Geschäftsleute, Gastronomien und Einrichtungen öffnen ihre Toiletten für die Passanten. Dafür erhalten sie pauschal eine monatliche Reinigungsgebühr von 120 Euro. Pro Stadtbezirk soll es etwa zehn „stille Örtchen“ geben. Nachdem der Rat im September grünes Licht gegeben hatte, war die „Nette Toilette“ im Februar Thema im Stadtbezirksmarketing Mengede.

Drei städtische Einrichtungen stehen schon fest

Bereits Anfang Januar suchte der Ortsverband der Grünen das Gespräch mit den Bürgern. Bezirksvertreter Axel Kunstmann stellte auch auf Facebook die Frage: Wo im Stadtbezirk besteht dringender Bedarf an Toiletten und welche Geschäfte, Gaststätten und Einrichtungen könnten angesprochen werden?

„Dabei stellte sich heraus, dass das Interesse in der Bevölkerung durchaus vielversprechend war und am Ende eine umfangreiche Liste mit hilfreichen Vorschlägen zusammenkam“, erklärt Axel Kunstmann zufrieden.

Diese bundesweit einheitlichen Schilder weisen auf die "Nette Toilette" hin.

Diese bundesweit einheitlichen Schilder weisen auf die "Nette Toilette" hin. © Oliver Schaper

Drei städtische Einrichtungen werden auf jeden Fall eine „Nette Toilette“ haben: das Amtshaus, die Seniorenbegegnungsstätte in der Bürenstraße und das Seniorenheim am Burgring. Acht weitere Orte legt das Stadtbezirksmarketing fest.

15 Vorschläge für acht Standorte

Die von den Grünen zusammengestellte Liste nennt 15 Vorschläge aus der Bevölkerung.

  • In Mengede: im Volksgarten das Volksgarten Restaurant und den Tennisclub Mengede, am Bahnhof und Busbahnhof die Toiletten für die DSW21-Mitarbeiter, am Markt das Eiscafé Dolomiti und das Restaurant Peking Garden, im Ortskern ferner Kaufland, am Hochwasser-Rückhaltebecken den Hof Emschertal.
  • In Nette: die Imbissstube „PiDo Pizza Döner“ an der Waterloostraße, das Restaurant „nette’s“ an der Ecke Haberland-/Dörwerstraße und die „Sportklause“ an der Wodanstraße.
  • In Westerfilde: das „Westerfilder Restaurant“ an der U-/S-Bahn-Haltestelle sowie die Restaurants „Im schönen Wiesengrund“ an der Mosselde und „Tante Amanda“ (Ecke Mosselde/Ihlanden).
  • In Bodelschwingh: das Restaurant „FachWerk“.

Eine Karte auf dem Flur des Amthauses soll nun die Vorschläge visualisieren. Die Lenkungsrunde des Stadtbezirksmarktings legt dann Prioritäten fest und verhandelt mit den Betreibern der Gastronomien und Einrichtungen.

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