Neubau ersetzt die große Senioren-Villa an der Schützenstraße

rnSeniorenwohnsitz Nord

Seit mehr als 80 Jahren finden Senioren an der Schützenstraße ein Zuhause. 2020 werden die Bewohner des Seniorenwohnsitzes Nord in einen Neubau umziehen. Der Altbau von 1915 ist damit über.

Hafen

, 11.04.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zur symbolischen Grundsteinlegung für den neuen Seniorenwohnsitz Nord der Städtischen Seniorenheime Dortmund gemeinnützige GmbH (SHDO.de) an der Schützenstraße waren Vertreter der Politik, der ausführenden Baufirma und der SHDO gekommen.

Neubau ersetzt die große Senioren-Villa an der Schützenstraße

SHDO-Geschäftsführer Martin Kaiser versenkte die Zeitkapsel in einer kleinen Mauer. © Susanne Riese

Aber auch Bewohner und Mitarbeiter der alt eingesessenen Institution interessierten sich für das Vorhaben. SHDO-Geschäftsführer Martin Kaiser versenkte gemeinsam mit Bürgermeisterin Birgit Jörder und der Aufsichtsratsvorsitzender Renate Weyer die übliche Zeitkapsel in einer kleinen Mauer.

Neubau ersetzt die große Senioren-Villa an der Schützenstraße

Der Neubau von oben betrachtet. © Susanne Riese

Die Grund- und Erdgeschossmauern für den dreigeschossigen Neubau stehen bereits direkt vor dem 1915 errichteten Altbau. Wenn die Bewohner wie geplant im Herbst 2020 in das neue Haus umziehen, hat das stattliche alte Gebäude im Hintergrund ausgedient. Viele sehen das mit einem weinenden Auge. „Das Haus ist schön, aber es steht nicht unter Denkmalschutz“, betonte Bürgermeisterin Jörder. Die Menschen in der Nordstadt hingen daran, aber für Bewohner des Seniorenheims bedeute die Veränderung eine Verbesserung.

Für sie sollen im neuen Haus 80 Einzelzimmer zur Verfügung stehen. Hinzu kommt eine Wohngemeinschaft für Demenzkranke mit insgesamt zwölf Plätzen. Das sei in dieser Form - als WG innerhalb eines stationären Heims - neu, sagt Martin Kaiser.

Neubau ersetzt die große Senioren-Villa an der Schützenstraße

Ein Musterzimmer vermittelt eine Eindruck von den neuen modernen Einzelzimmern. © Susanne Riese

Der Neubau soll modernen Anforderungen an Pflege, Barrierefreiheit, Arbeitsschutz und Aufenthaltsqualität entsprechen. Und wenn das alte Haus abgerissen ist, werden die Bewohner auch einen schönen Blick ins Grüne haben. Denn auf der frei werdenden Fläche soll ein kleiner Park entstehen. Außerdem werden noch zwei kleine Anbauten an den Neubau angeschlossen.

Altenheim mit langer Geschichte

Der Seniorenwohnsitz Nord wurde einst als Unterkunft für arme Menschen gebaut und sei mehrfach umgebaut worden. Seit 1936 hatte es den Status Altenheim, damals noch mit Sälen für acht bis zehn Personen. Nach dem Zweiten Weltkrieg öffnete sich der Bau zur Schützenstraße, als die an der Straße gelegenen Häuser abgerissen wurden.

Sieben größere Umbaumaßnahmen hat das Seniorenheim über sich ergehen lassen. Der heutige Zustand wurde in den 90er Jahren erstellt. 70 Senioren finden seitdem vornehmlich in Doppelzimmern Platz, von denen sich jeweils zwei ein Bad teilen. „Dieses Haus vermittelt Geschichte und gibt Menschen ein Zuhause“, sagte Martin Kaiser. Aber der Zweckbau sei nicht mehr zeitgemäß. Wie das menschliche Leben, so könne auch ein Gebäude an sein Ende gelangen. „Wir legen das Gebäude nieder, wenn der Neubau fertig ist.“

Die SHDO investiert rund 10 Millionen Euro in den neuen Seniorenwohnsitz Nord.

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