Neue Betreiber und aufgefrischte Karten

Gastro-Szene

Dortmunds Gastronomie-Szene ist in Bewegung: Personal rotiert oder macht sich selbstständig, Konzepte werden neu aufgestellt, Gerichtsverfahren, Geschäftsaufgaben oder Verkäufe reihen sich ein. Wir haben die interessantesten Neuigkeiten zwischen Tresen und Küche zusammengefasst.

DORTMUND

von Von Ulrike Böhm-Heffels/Dietmar Stahlschmidt

, 04.12.2012, 10:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neue Betreiber und aufgefrischte Karten

Das Biotopia hat es leider nicht geschafft. Das vegetarische Restaurant von Helena Treek-Groß wurde geschlossen.

  • Biedermeier: Groß, gemütlich und neu aufgestellt. Das Gastro-Flaggschiff im Kreuzviertel wird ab Januar „Bieder & Meier“ heißen und ist gerade von Michael Elter, dem einzigen IHK-Barmeister der Stadt, und Roland Kulik übernommen worden. Kleinere Umbauten schufen mehr Platz, auch für Live-Formate oder Trash-Rock-DJ’s wie am 7. Dezember mit Elvis Pummel und 100 Quadratmetern Tanzfläche. Eine große Speisekarte von Koch Daniel Walkenbach (früher „Treppchen“ und „Unter den Linden“) soll mit der Formel „Liquid Kitchen“ die Ruhrpott-Küche neu interpretieren. Elter bietet zukünftig auch Cocktail- und Whiskey-Seminare an.
  • Kaiserbrunnen: Die erfolgreiche Eckkneipe mit hervorragender Küche wird Ende März schließen. Unterschiedliche Vertragsauslegungen und persönliche Differenzen zwischen Sebastian Hornbach und Verpächter Christian Schmitt von der Domizil GmbH & Co. führten zu Gerichtsterminen und der Androhung einer Räumungsklage. Eigentlich sollte der Vertrag noch bis 2014 laufen. „Der Kaiserbrunnen hat sich als die bestbesuchte Stadtteil-Kneipe etabliert“, unterstreicht Horbach, „und läuft bestens“. Er selber zieht sich erst einmal aus der Gastronomie zurück, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Gespräche zwischen der Domizil Haus-Gesellschaft und potentiellen Nachpächtern laufen bereits, und der Hexenkessel (noch gegenüber vom U) steht ganz oben auf der Liste.
  • CU Bar: Das Bar-Restaurant an der Kampstraße ist kürzlich vom früheren Betriebsleiter der Diskothek Nightrooms, Alex Fiene, übernommen worden und nennt sich nun „CUrestauBAR“. Neben einer neuen Speise- wie Getränkekarte soll das Interieur aufgefrischt und die sehenswerte Kellerbar aktiviert werden. Weitere Veränderungen und Umbauten sollen folgen.
  • Hafenliebe: Entgegen anders lautenden Gerüchten wird Betreiber Axel Schauerte nicht nach Thailand auswandern, sondern verhandelt gerade mit den Beteiligten an der Veräußerung des Objektes Hafenliebe. Ein potentieller Nachmieter ist vorhanden, die Vertragsgespräche laufen noch. „Gastronomie ist in Dortmund zurzeit ein undankbares Geschäft“, findet Schauerte, der sich nur noch dem Café Max widmen will.
  • Die Burg: Am 23. März wird die einzige Metal-Kneipe der Region für immer schließen. Die drei Burgfrauen stellen sich neuen Herausforderung und suchen einen Nachfolger. Die Kneipe im Mittelalter-Flair läuft bestens, aber mit dem Nichtraucherschutzgesetz, den Gema- und Strom-Erhöhungen musste unternehmerisch die Reißleine gezogen werden. „Wir hören auf, wenn es am schönsten ist und schauen mal, wo die gastronomische Reise hingeht“, so die Betreiberinnen.
  • Biotopia: Das vegetarische Restaurant am Alten Mühlenweg, kurz vor Einmündung in die Saarlandstraße, ist geschlossen. Helena Treeck-Groß („Ich kann Tofu in lecker“) zaubert hier nicht mehr ihr biozertifiziertes, bodenständiges Angebot.
  • La Mancha: Das spanische Restaurant von Familie Vaziri, einst dicht umlagerter Treffpunkt mitten im Klinikviertel, ist ebenfalls geschlossen. In den Räumen an der Kleinen Beurhausstraße 1 soll als Nachfolger in Kürze ein Grieche aufmachen.
  • Neu sind: das „Emilio“ (mediterran) an der Kaiserstraße 195. Der Italiener „Portofino“ hat wieder geöffnet, Saarlandstraße 118a und das Ristorante „La Conca D‘oro“ am Winkelriedweg 53 unter der Führung von Petro Sapienza und seinem Vater.

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