Corona-Reglen

Neue Corona-Regel auf dem Hansa-Markt: Nicht alle wussten am Samstag davon

Auf drei Dortmunder Wochenmärkte gilt seit diesem Wochenende wieder eine wichtige Corona-Regel. Wir haben uns auf dem Hauptwochenmarkt auf dem Hansaplatz umgeschaut, ob sie eingehalten wurde.

Die beiden Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatten gut zu tun. Immer wieder wiesen sie „unmaskierte“ Passanten auf dem Hansaplatz und den angrenzenden Flächen der Hansastraße freundlich auf die Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt hin. Und die kramten dann in der Regel eilig ihre Maske aus der Jackentasche.

Erst am Freitag (27.8.) hatte die Stadt die Wiedereinführung der eigentlich vor zwei Monaten aufgehobenen Maskenpflicht verkündet. Sie gilt nun erneut auf dem Nordmarkt, dem Markt in Scharnhorst und auf dem Hauptwochenmarkt in der City.

Ohnehin bereits in der Corona-Schutzverordnung verankert war die Pflicht „in Warteschlangen und Anstell-Bereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern“ eine Maske zu tragen.

Jetzt gilt die Maskenpflicht auf den drei genannten Märkten wieder auf der gesamten Fläche. Denn es sei dort „nicht durchgehend möglich, die Abstandsregeln einzuhalten“, begründete die Stadtverwaltung die am Freitagnachmittag verkündete Regelverschärfung.

Die hatte sich aber offensichtlich noch nicht bei allen Marktbesuchern herumgesprochen, wie sich auf dem Hansaplatz am Samstag zeigte. Gut 90 Prozent der Besucherinnen und Besucher trugen zwar eine Maske, einige mussten aber erst auf die neue Regel hingewiesen werden. Sichtbare Schilder, die auf die Maskenpflicht hinwiesen, gab es nicht.

Händler und Kunden gelassen

„Die Änderung kam viel zu kurzfristig“, stellte denn auch Niels Schulte als Sprecher der Markthändler fest. „Wenn es so oft Änderungen gibt, ist das schwer zu vermitteln.“ Grundsätzlich sieht Schulte das Wiederaufleben der Maskenpflicht allerdings gelassen. „Man kennt es ja schon“, stellt der Obst- und Gemüsehändler fest.

Ähnlich sehen es offensichtlich die Besucherinnen und Besucher. „Eigentlich ist die Maskenpflicht hier draußen nicht unbedingt nötig“, meint etwa Roland Hergenröder. Und für ihn als Brillenträger sei sie auch durchaus lästig. „Aber wenn es die Regel ist, halte ich mich daran“, erklärt er.

„Wenn es so sein soll, trage ich Maske“, sagt auch Ursula Scupin. Die Herdeckerin hatte vor ihrem Marktbesuch noch nichts von der wieder eingeführten Regel auf dem Dortmunder Wochenmarkt gehört. „Aber ich habe die Maske immer dabei.“

Ein paar kleine maskenfreie Inseln gibt es aber noch auf dem Wochenmarkt. Anders als im Winter und Frühjahr, als für Essen und Trinken in „Maskengebieten“ Bußgelder drohten, kann jetzt an Kaffee- und Imbissständen in speziell abgetrennten Bereichen weiter ohne Maske genossen werden – und davon wurde am Samstag reichlich Gebrauch gemacht.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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