Hotels in Dortmund: Neue Corona-Regeln sind „Katastrophe für die Branche“

rnTourismus und Corona

Gastronomie und Hotels sind Branchen, die besonders hart von der Corona-Krise betroffen sind. Das gilt auch mit den verschärften Regeln, die im November gelten sollen. Sie stoßen auf Kritik.

Dortmund

, 28.10.2020, 19:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war ein zartes Pflänzchen Hoffnung, das in den letzten Wochen gewachsen ist. Nach der corona-bedingten Zwangsschließung im Frühjahr lebten Gastronomie und Hotels langsam wieder auf.

Doch damit ist jetzt erst einmal wieder Schluss: Restaurants und Kneipen müssen nach der Vereinbarung von Bund und Ländern zur Corona-Krise von Mittwoch (28.10.) im November für vier Wochen wieder schließen - ebenso wie Theater, Kinos und Konzerthäuser. Private Reisen sind untersagt. Der Betrieb von Hotels ist nur für unbedingt nötige Geschäftsreisen erlaubt.

Konzepte zum Corona-Schutz

Die Reaktionen sind entsprechend bitter: „Das ist eine Katastrophe für die gesamte Branche“, stellt Hotelier Markus Riepe vom Hotel Drees fest. „Für uns ist das wie ein zweiter Lockdown“, sagt Katja Kortmann vom Hotel Esplanade, die mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihr Haus ein ausgeklügeltes Coronaschutz-Konzept entwickelt und umgesetzt hat.

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Vor diesem Hintergrund stoßen die jetzt angekündigten Maßnahmen bei den Betroffenen weitgehend auf Unverständnis. „Hotels und Restaurants sind kein Infektionsherd“, sagt Riepe und verweist ebenfalls auf die zahlreichen Maßnahmen zum Coronaschutz von der Kontaktverfolgung bis zu Abstandsregelungen. Viel größere Gefahr ginge bekanntlich von Treffen im privaten Rahmen aus.

Für ihn und seine Branchen-Kollegen gilt es nun, sich „Schlupflöcher“ zu suchen, etwa mit dem Außer-Haus-Verkauf in Restaurants. Das ist aber nur ein schwacher Trost. Insgesamt sei die Lage für die Hotellerie in der Stadt „superdramatisch“, sagt Sigrun Späte von Dortmund-Tourismus.

Langfristige Folgen

Und sie sieht auch keine schnelle Besserung, selbst wenn die Betriebe im Dezember wieder öffnen können. „Mindestens für die erste Hälfte des nächsten Jahres sieht es ebenfalls düster aus“, befürchtet Sigrun Späte langfristige Folgen für die Hotel- und Gastronomie-Branche.

Einen „Lichtblick am Ende des Tunnels“ vermisst auch Katja Kortmann. „Ich weiß gar nicht, wie ich meine Mitarbeiter motivieren soll“, stellt die Hotel-Chefin ernüchtert fest.

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