Neue Fußgängerbrücke ist fertig: Wichtige Wegeverbindung kann wieder genutzt werden

Volksgarten Bövinghausen

Es hat länger gedauert als geplant, doch mittlerweile ist die neue Fußgänger-Brücke im Volksgarten Bövinghausen fertig. Die Details zur Brücken-Konstruktion sind beeindruckend.

Bövinghausen

, 17.01.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neue Fußgängerbrücke ist fertig: Wichtige Wegeverbindung kann wieder genutzt werden

So sieht die neue Brücke im Volksgarten Bövinghausen aus. Die vorherige Holzbrücke war marode und musste ersetzt werden. © Constantin Kretschmer/Stadt Dortmund

Aufgrund gravierender Schäden musste die Fußgänger-Holzrücke, Baujahr 1977, im Volksgarten Bövinghausen durch eine neue Brücke ersetzt werden. Die alte Brücke über den Bach „Schultesiepen“ war in einem derart desolaten Zustand, dass eine Instandsetzung keine Option mehr war.

Aus Sicherheitsgründen wurde sie bereits im Sommer 2019 gesperrt und damit auch die wichtige Wegeverbindung zwischen Ost- und West-Bövinghausen. Seit Kurzem können Fußgänger sie wieder nutzen, denn das neue Brückenwerk ist fertig.

Neue Brücke ist länger und breiter

Mit dem Vorgänger-Modell hat das neue Konstrukt nicht mehr viel gemein. Sogar die Brückenlänge (von sechs auf neun Meter) und die Gehwegbreite (von 2,97 auf 3,10 Meter) haben sich geändert.

Die Materialwahl für die Tragkonstruktion und das Geländer fiel auf dreifach beschichteten Stahl. „Um eine bessere Dauerhaftigkeit zu erzielen“, erklärt Stadtsprecher Christian Schön.

Neue Fußgängerbrücke ist fertig: Wichtige Wegeverbindung kann wieder genutzt werden

Bis zu einer Tiefe von acht Metern wurde einzelne Pfähle der neuen Brücke in den Untergrund eingebracht. © Constantin Kretschmer/Stadt Dortmund

Die Laufbohlen bestehen aus witterungsbeständiger Douglasie (Kieferngewächs) und wurden zusätzlich mit vorbeugendem Holzschutz versehen. „Die Rutschsicherheit wird durch eine oberseitige Riffelung sichergestellt“, so Schön.

Schwieriger Baugrund war Herausforderung für die Brückenbauer

Eine Herausforderung für die Brückenbauer war die schwierige Baugrundsituation. Sowohl die Statik als auch die Konstruktionspläne mussten durch das beauftragte Ingenieurbüro deshalb mehrfach überarbeitet werden. Deshalb konnten die Arbeiten später als geplant beginnen.

Jetzt lesen

Man habe „die Mikropfahlgründung als geeignetes Verfahren gewählt, da der Baugrund gemäß Gutachten eine schlechte Tragfähigkeit aufweist“, so Schön. Das fertige Bauwerk besteht aus senkrechten Mikropresspfählen (Druckpfähle) und waagerechten Mikropresspfählen (Zugpfähle) in einem Winkel von 45 Grad. Die Einbindetiefe der einzelnen Pfähle beträgt teilweise bis zu acht Metern“, erklärt der Stadtsprecher.

Stadt verrät Zeitplan des Brückenbaus

Sogar eine detaillierte Zeitschiene der Baumaßnahme nennt Christian Schön: 26.8.19 Baubeginn/Einrichtung der Baustelle; 28.8.19 - 4.9.19 Brückenabriss und Herstellung der Baugrube; 5.9.19 - 9.9.19 Mikropfahlgründung; 11.9.19 - 12.9.19 Probebelastung der Mikropfähle; 17.9.19 - 15.10.19 Herstellung der Widerlager und der Zuwegung; 12.11.19 - 20.11.19 Montage der Stahlkonstruktion und Laufbohlen; 4.12.19 - 13.12.19 Zaunarbeiten und Nacharbeiten der Beschichtung; 18.12.19 Baubeendigung/Abnahme.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme, die zunächst mit 100.000 Euro veranschlagten waren, betragen am Ende nun rund 130.000 Euro.

Lesen Sie jetzt