Neue Hoffnung für die Verlängerung eines wichtigen Dortmunder Radwegs

rnBananenradweg

Verspätungen liegen wohl in der Natur der Sache, wenn es um Radwegebau geht. So auch bei der Verlängerung des Bananenradwegs zwischen Dortmunder Ost- und Nordstadt. Jetzt gibt es neue Hoffnung.

Dortmund

, 08.11.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Radfahrer, die es im Dortmunder Straßenverkehr nicht immer leicht haben, sind es geradezu paradiesische Zustände: Auf einem breiten Asphaltband rollt man durch viel Grün mitten durch die Innenstadt. Und auch von Fußgängern wird der Weg quer durch die östliche Innenstadt gern genutzt.

„Bananenradweg“ heißt die schnelle Verbindung, die schon seit vielen Jahren auf einer früheren Bahntrasse von Hörde in einem weiten Bogen um den Ostfriedhof führt. Erst 2019 war der Weg zwischen Defdahl und Klönnestraße für gut 500.000 Euro saniert und asphaltiert worden. Doch an der Brücke über die Klönnestraße ist plötzlich Schluss. Der Bahndamm geht zwar weiter, der ausgebaute Weg ist aber zu Ende und ein Bauzaun versperrt den Weg.

Ein halb umgefallener Bauzaun markiert an der Brücke über die Klönnestraße das Ende des "Bananenradwegs". Für Fußgänger gibt es hier noch eine Treppe.

Ein halb umgefallener Bauzaun markiert an der Brücke über die Klönnestraße das Ende des "Bananenradwegs". Für Fußgänger gibt es hier noch eine Treppe. © Oliver Volmerich

Dabei sollte es hier nördlich des alten Ostbahnhof-Geländes bis zur Weißenburger Straße schon längst weitergehen. Pläne für eine Weiterführung des Fuß- und Radwegs entlang des neu entstanden Wohnquartiers Ost wurden bereits vor gut zehn Jahren geschmiedet.

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Anfang 2018 wurde schon das üppig sprießende Grün auf der ehemaligen Bahntrasse gerodet. Im Herbst des Jahres, so kündigte die Verwaltung damals an, sollte mit der Gestaltung der neuen Grünanlage und der Verlängerung des „Bananenradwegs“ begonnen werden.

Doch beides lässt auf sich warten. Zuletzt wurde in einem Bericht des Tiefbauamtes ein Baustart für den Herbst 2019 angekündigt. „Nach den ersten Rodungsarbeiten wurde ein Gutachten zur Flächennivellierung und die Ausbauplanung erstellt. Es zeigte sich, dass noch zusätzliche Rodungs- und Fällmaßnahmen notwendig sind sowie Ergänzungen im Entwässerungs- und Statik-Bereich“, wurde die Verspätung begründet.

Kosten sind gestiegen

Das Problem: Mit den zusätzlich nötigen Maßnahmen würden sich auch die Kosten erhöhen, die damals auf knapp 400.000 Euro für den Radweg und 254.000 Euro für die Grünanlage beziffert wurden, heißt es im Bericht des Tiefbauamtes. Es seien weitere Planungen und möglicherweise eine Beschlusserhöhung und ein Finanzierungsänderungsantrag nötig, teilte die Verwaltung mit. „Die Ausbauarbeiten verschieben sich daher.“

Im Februar dieses Jahres hatte die Politik dann versucht, Tempo zu machen. In einem Antrag im Ausschuss für Stadtgestaltung forderte die SPD den baldigen Baubeginn für die Verlängerung des Bananenradwegs von Klönnestraße bis Weißenburger Straße.

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Außerdem sollten Planungen für eine weitere Verlängerung Richtung Norden mit dem Ausbau der stillgelegten Bahnstrecke entlang der Gronau Straße wieder aufgenommen werden. Von hier aus könnte der Radweg in Richtung Norden bis nach Eving weitergeführt werden.

Warten auf den Förderbescheid

Tatsächlich gibt es Bewegung zumindest für die erste Verlängerung des Bananenradwegs, für die nun das neu eingerichtete Grünflächenamt zuständig ist. Man warte derzeit auf einen - bereits formlos zugesagten - Förderbescheid des Landes, teilt Stadtsprecher Christian Schön mit. Die Ausschreibungsunterlagen seien fertiggestellt. „Nach Erhalt des Förderbescheides wird es vermutlich noch etwa 4 bis 5 Monate bis Baubeginn dauern.“

Das nährt die Hoffnung, dass spätestens im Frühjahr 2021 die Arbeiten starten könnten. Ähnlich wie bei anderen wichtigen Radverbindungen, die seit Jahren auf einen Baustart warten. Denn auch der Gartenstadt-Radweg und der erste Abschnitt des Radschnellwegs Ruhr in Dortmund sollen 2021 begonnen werden.

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