Neue Küche braucht das Land

Odysseus-Teller war gestern. Seebarsch mit Fenchelreis in Zitrone-Ei-Sauce ist heute. Es lebe die neue griechische Küche.

03.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sie hatten die besten Köche des Landes eingeladen, um den Landsleuten im fernen, kalten Deutschland das Besserschmecken beizubringen. 28 Gastronomen waren der Einladung von Dehoga Nordrhein (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) und der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung in die niegelnagelneue Vorführ-Küche der Wihoga gefolgt.

Im schicken Neubau der Wirtschaftsschulen für Hotellerie und Gastronomie gegenüber dem Rombergpark kam nur Innovatives auf dem Teller, das der typisch eingedeutschten griechischen Küche, fleisch- und fettlastig, das Fürchten lehrte. Zurück zu den Wurzeln führen wollen Antonios Karpouzis, Chefkoch im besten Hotel Griechenlands, dem Asteras Vouliagmenis nahe Athen, und sein Sous-Chef Stellos Apostolou die griechischen Köche in Deutschland.

Zurück zu frischen, natürlichen Produkten, gemüse-, salat-, käse- und kräuterdominant, zurück zu den vielen kleinen Tellerportionen, die so typisch sind für Hellenisch-Lukullisches. Und die jeder Griechenland-Freund auf den eingedeutschen Karten hier eher vermisst. «In unserer Heimat wachsen 3500 Kräuter, in Deutschland nur 1200», wirbt Sous-Chef Apostolou für mehr Vielfalt auf den Tellern von Gästen.

Wie sieht's denn nun aus mit der Experimentierfreudigkeit griechischer Köche weit westlich der Heimat? Andreas Höffken, trotz des urdeutschen Namens halber Grieche und Geschäftsführer der Dehoga Nordrhein, stellt durchaus fest, dass immer mehr Griechen hier jenseits von Odysseus-Teller und Co. brutzeln. bö

Ein Blick auf die Seite der Cityrestaurants in Dortmund gibt einen Überblick: Sie listet 34 griechische Restaurants auf, www.cityrestaurants.de

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