Neue Pläne für verwaistes Hochhaus an der B1 in Dortmund

Ex-Institutsgebäude

Seit mehr als 20 Jahren steht das Hochhaus direkt gegenüber der Messe der Westfalenhallen an der B1 leer. Ein Umbau zum Wohnhaus ist geplatzt. Doch jetzt gibt es neue Pläne.

Dortmund

, 19.08.2020, 04:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für die früheren Institutsgebäude an der B1 mit ihrem markanten Hochhaus gibt es neue Pläne.

Für die früheren Institutsgebäude an der B1 mit ihrem markanten Hochhaus gibt es neue Pläne. © Hans Blossey

Es ist für den Dortmunder Büromarkt eigentlich eine Top-Lage. Trotzdem steht das frühere Hochhaus des Max-Planck-Instituts an der B1, gleich gegenüber den Westfalenhallen, seit 1999 leer.

Das soll sich bald ändern. Denn die Stadt bastelt an einem „IT-Bildungscampus“ auf dem Areal am Rheinlanddamm, wie Wirtschaftsförderungs-Chef Thomas Westphal jetzt ankündigt.

Private Hochschule hat sich angesiedelt

Keimzelle ist die „B1st Software Factory“, die vor knapp zehn Jahren in den alten Institutsgebäuden unmittelbar an der B1 eingerichtet wurde. Vorwiegend kleine Unternehmen und Startups aus den Bereichen IT, Neue Medien und Telekommunikation sind hier zu Hause.

Nachdem zunächst das IT-Center und die private Hochschule FOM hier angesiedelt waren, werden Teile des Komplexes jetzt von der Internationalen Hochschule Bad Honnef (IUBH) genutzt. Sie bietet Studienmöglichkeiten mit Abschlüssen in Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften.

Auslastung von 90 Prozent

Und für die bisherigen Nutzer wird es zunehmend eng. „Wir haben aktuell eine Auslastung von rund 90 Prozent“, sagt Thomas Westphal. Dabei sind Teile des Komplexes, der seit 2001 Teil des städtischen Sondervermögens „Verpachtung Technologiezentrum Dortmund“ ist, nach dem Auszug des Max-Planck-Instituts noch gar nicht nutzbar. Vor allem alte Laborräume im Hochhaus hat man aus Kostengründen bislang noch nicht zu Büroräumen umfunktioniert.

Viele junge Unternehmen haben sich in den früheren Instituts-Gebäuden angesiedelt. Doch das Hochhaus (r,) steht seit 1999 leer.

Viele junge Unternehmen haben sich in den früheren Instituts-Gebäuden angesiedelt. Doch das Hochhaus (r.) steht seit 1999 leer. © Gregor Beushausen (Archiv)

Es gibt noch ein Flächenpotenzial von 2400 Quadratmetern, zugleich aber Expansionspläne von in der B1st Factory ansässigen Unternehmen und der IUBH. Die private Hochschule will angesichts des erwarteten Fachkräftemangels im Ingenieurbereich ihre Kapazitäten ausbauen. Deshalb soll am Rheinlanddamm nun kräftig saniert und umgebaut werden. „Hier soll ein kleiner Campus für digitale Bildung entstehen“, kündigt Westphal an.

Wohnhaus-Pläne waren trotz Kaufvertrag geplatzt

Fester Bestandteil der Planungen ist auch das Hochhaus, für das es vor einigen Jahren schon Pläne für einen Umbau zum Wohnhaus gab. Der schon unterzeichnete Kaufvertrag mit dem Spar- und Bauverein wurde aber rückabgewickelt. Danach war von Abriss die Rede.

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Jetzt soll das Hochhaus um eine Etage gekappt und zugleich um einen südlichen Anbau ergänzt werden. Entstehen sollen so Seminar- und Schulungsräume, aber auch Verwaltungs- und Büroflächen sowie Gemeinschaftsräume. Auch das Schülerlabor „Kitz Do“ soll in dem Gebäude untergebracht werden.

Acht Millionen Euro will die Stadt über das Sondervermögen in den Umbau investieren. „Die sollen sich durch die Mieteinnahmen refinanzieren“, erklärt Westphal.

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