Neue Spezialeinheit für die Feuerwehr

Personenspürhunde

DORTMUND Die Dortmunder Feuerwehr leistet Pionierarbeit: Sie ist bundesweit eine der ersten, die auf die Spezialeinheit "Personenspürhund" zurückgreifen.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 18.05.2009, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Feuerwehr kann jetzt auf eine Spezialeinheit "Personenspürhund" zurückgreifen.

Die Feuerwehr kann jetzt auf eine Spezialeinheit "Personenspürhund" zurückgreifen.

Der Ernstfall sähe so aus: Nach einem Verkehrsunfall treffen Rettungskräfte ein. Doch der Beifahrer eines Wagens ist verschwunden. Ist er verletzt, irrt er unter Schock durch die Gegend? Ein Fall für die Spürhunde der Dortmunder Feuerwehr.

Sie sind in der Lage, nach einer Geruchsprobe im Auto-Inneren die Spur des Vermissten zu erschnuppern und die Hundeführer zu ihm zu bringen. - Fünf "Partner mit der kalten Schnauze" und einem (fast) unfehlbaren Riechorgan sind jetzt im Dienst der Dortmunder Feuerwehr. Bundesweit sind die Dortmunder unter den ersten Wehren, die auf eine Spezialeinheit "Personenspürhund" zurückgreifen können.

Beim Fototermin an der Feuerwehrwache in der Reichsmarkstraße sind drei der Schnüffler mit ihren Hundeführern anwesend: Thomas Grote, Leiter der Spezialeinheit, folgt im Ernstfall seinem schwarzen Terrier Keiko. Nadine Kirchhoff verlässt sich auf den Golden Retriever Lucky. Und Inga Brauer baut auf ihren Bassett, der Casson heißt. Alles Rüden, und verträgliche dazu. Der Geruch eines Weibchens kann zu gewissen Zeiten für ungewünschte Aufregung sorgen.

Zwei Jahre dauerte Ausbildung Über zwei Jahre hat die Ausbildung der Tiere gedauert. Dabei macht sich der Mensch den Jagdtrieb des Hundes zu eigen. "Feinste Hautpartikel mit anhaftenden Bakterien legen eine persönliche Duftspur", erklärt Thomas Grote. Der folgt der Hund wie der Fährte eines Wildes. Je nach Witterung und Gelände kann er eine solche Duftspur auch nach Tagen noch erkennen. Grundsätzlich sei jeder Hund dazu fähig, so Grote: "Es sei denn, die Zucht hat das Riechorgan degeneriert, wie beim Mops."

Beim Einsatz der Spezialisten auf vier Pfoten ist aber Eile geboten. Altersverwirrte Menschen etwa müssen schnell gefunden werden. "So ein Such-Alarm kommt häufig vor", weiß Inga Brauer. Da dürfte ihr Bassett bald zum Einsatz kommen...

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