Neue "Spielregeln" für Straßenmusikanten in Dortmund

Nach Beschwerden

Was sich manchmal so im wahren Wortsinn auf dem Westen- oder Ostenhellweg musikalisch abspielt, ist für Anwohner und Geschäftsleute eine Zumutung. "Let it be" oder "No woman, no cry" in Dauerschleife. Diese Straßenmusik geht nicht nur auf die Ohren, sondern auch aufs Gemüt. Deshalb stellt die Stadt jetzt neue "Spielregeln" auf.

DORTMUND

, 25.03.2015, 02:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neue "Spielregeln" für Straßenmusikanten in Dortmund

Die Vorschriften für Straßenmusiker haben sich geändert.

Bisher galt:

Nach spätestens 30 Minuten haben Musiker den Standort zu wechseln. Dasselbe gilt nach Aufforderung von Einsatzkräften, wenn die Straßenmusiker Fußgänger behindern oder die Leichtigkeit des Fußgängerverkehrs stören. Elektrische Verstärker oder Radio, Rekorder, CD-Spieler dürfen nicht eingesetzt werden.

Ab Mai gilt:

Musiziert werden darf beginnend mit der vollen Stunde jeweils  eine halbe Stunde lang. Die zweiten 30 Minuten jeder Stunde sind Ruhezeit, also spielfrei zu halten. 

Nach der Aufführung hat der Straßenmusiker den Standort zu wechseln. Der neue Standort muss mindestens 150  Meter vom vorherigen Standort entfernt sein. Elektrische Verstärker oder Radio, Rekorder, CD-Spieler dürfen weiterhin nicht eingesetzt werden.

In Anlehnung an Düsseldorf und Köln

Die neuen Regeln lehnen sich an die von Düsseldorf und Köln an. Der Ausschuss für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregung und Beschwerden  sowie  der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen müssen die neuen Spielregeln noch beschließen. 

Bei hartnäckiger Zuwiderhandlung können Verwarngelder zwischen 35 und 55 Euro fällig werden. Das geschieht bislang bis zu zehn Mal im Jahr. In Einzelfällen haben die Ordnungskräfte auch schon vor Ort das Instrument sichergestellt, um die Lärmbelästigung zu unterbinden.

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