Neue Sporthalle im Dortmunder Süden lässt auf sich warten - Verein in Raumnot

rnSportstätten in Dortmund

Die Fläche liegt schon bereit - ist quasi sofort bebaubar. Seit über fünf Jahren wartet man am Sichterweg auf den Neubau einer Sporthalle. Jetzt sollen zumindest erste Arbeiten anlaufen.

Sölde

, 19.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 2015 gibt es auf der Internetseite des TuS Westfalia Sölde einen Notfall-Übungsplan. Eigentlich war der einmal als Übergangslösung angedacht. Der Grund: Die große Turnhalle an der Emschertalgrundschule musste dicht gemacht werden.

Die Immobilie, die einmal zur ehemaligen Hauptschule an der Sölder Straße gehörte, war völlig marode. Die Stadt Dortmund untersuchte die Schäden und kam zu dem Schluss, dass die Sportstätte abgerissen werden müsste. Eine Sanierung hätte sich hier nicht mehr gelohnt.

Politik setzt sich für den Neubau ein

Die Politik in Aplerbeck setzte sich für eine schnelle Lösung ein. Die sollte einen Neubau vorsehen. Eine Idee, die auch bei der Stadtverwaltung auf offene Ohren stieß. Zusammen mit dem Bebauungsplan, der den ehemaligen Sportplatz hinter der Grundschule betrifft, sollte eine neue Halle in direkter Nachbarschaft entstehen.

Seit 2015 geschlossen. Die Halle in Sölde ist marode und wird abgerissen.

Seit 2015 geschlossen. Die Halle in Sölde ist marode und wird abgerissen.

Dann, so die Planung, könnte auch die kleine Turnhalle, die sich in direkter Nachbarschaft der geschlossenen Sportstätte befindet und offizielle zur dort befindlichen Grundschule gehört, ebenfalls mit abgerissen werden.

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Und der Verein lechzt förmlich nach einem neuen Quartier. Denn nach dem Verkauf des evangelischen Gemeindehauses in Sölderholz, in das der TuS mit einigen Sportgruppen ausgewichen war, fehlt jetzt noch mehr Raum für die Vereinsmitglieder.

Neue Halle vermutlich im Jahr 2022 nutzbar

Aber, wann kommt die neue Halle? Passiert ist bis zum heutigen Tag noch nicht viel. Gut, Bodenproben sind entnommen worden. Vorboten dafür, dass es doch noch etwas wird mit der Halle. „Wir möchten dem Bürger einfach noch einmal sagen, dass es weitergeht mit der Planung“, sagt Ute Mais. Die CDU-Politikerin, die Mitglied im städtischen Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit ist, versucht seit Jahren das Projekt mit anzuschieben.

In dieser kleinern Turnhalle ist noch Sportbetrieb möglich. Wenn eine neue Halle irgendwann steht, wird aber auch diese Immobilie abgerissen.

In dieser kleinern Turnhalle ist noch Sportbetrieb möglich. Wenn eine neue Halle irgendwann steht, wird aber auch diese Immobilie abgerissen. © Jörg Bauerfeld

Aber auch Ute Mais weiß, dass noch einige Zeit vergehen wird, bis die neue Zweifachturnhalle, so die Planungen, stehen wird. „Im Moment gehe ich von 2022 aus“, so die CDU-Politikerin. Die auch noch einmal betont, dass die kleinere, sich noch im Betrieb befindliche Turnhalle an der Emschertalgrundschule erst dann abgerissen wird, wenn die neue steht.

Positiv sei auch, dass die Stadt den Bau der Halle von dem anderen Bebauungsplanverfahren gelöst habe. „Das beschleunigt natürlich den Bau der Sporthalle“, so Mais.

Neue Halle ist wichtig für den TuS

Wie wichtig die neue Halle für den TuS Westfalia ist, macht der Vorsitzende des Vereins, Martin Habig, deutlich. „Im zweiten Quartal 2020 soll vermutlich mit dem Bau angefangen werden“, so Habig. „Wir bekommen so langsam ein Platzproblem. Denn nach den Sommerferien fallen die Kurse in Sölderholz durch den Verkauf des Gemeindehauses aus“. Wo sie dann unterkommen? „Wir haben da im Moment noch keine Lösung“, sagt Habig.

Immerhin 550 Mitglieder hat der TuS Westfalia Sölde noch, denen wolle man natürlich auch gerecht werden. Im Moment ruht der Betrieb eh. Das Coronavirus zwingt die Vereinsmitglieder zur Pause. Erst einmal bis zum 19. April 2020, so steht es zumindest auf der Vereinsseite.

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