Neue Telekom-Kästen werden seit Monaten nicht montiert

rnGlasfaserausbau

An fünf Stellen im Hombrucher Zentrum warten neue Verteilerkästen der Telekom seit Monaten auf ihre Endmontage. Doch es gibt Hoffnung.

Hombruch

, 28.01.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Große graue Kästen in offenen Baugruben umgeben von rot-weißen Absperrungen – Dieses Bild fällt derzeit gleich an fünf Standorten im Umfeld der Hombrucher Fußgängerzone ins Auge.

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Es handelt sich dabei um neue Verteilerkästen der Deutschen Telekom, die im Herbst 2019 aufgestellt aber bis heute nicht angeschlossen wurden.

Der Netzanbieter möchte mit den Kästen schnelleres Internet nach Hombruch bringen, doch ihre Endmontage verzögert sich mittlerweile seit vier Monaten.

Ein Kasten musste umgesetzt werden

„Es kann einen schon ärgern“, sagt der Hombrucher Bezirksbürgermeister Hans Semmler betont zurückhaltend. Dennoch wolle er keine Schuldzuweisungen aussprechen, denn die Telekom, mit der er seit vergangenem Herbst in Kontakt stehe, gebe sich „alle Mühe“ – bisher jedoch ohne Ergebnis.

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Die Geschichte der grauen Kästen beginnt am 16. September 2019. An diesem Tag wurde der erste von ihnen an der Harkortstraße auf Höhe zwischen der Wupper- und Behringstraße aufgestellt.

Im September 2019 wurde der erste der Kästen in der Hombrucher Fußgängerzone zwischen Wupper- und Behringstraße aufgestellt. Da er den Gehweg verengte, musste er wenig später umgesetzt werden.

Im September 2019 wurde der erste der Kästen in der Hombrucher Fußgängerzone zwischen Wupper- und Behringstraße aufgestellt. Da er den Gehweg verengte, musste er wenig später umgesetzt werden. © Hans Semmler

„Der Eigentümer des Hauses wies mich darauf hin, dass der Kasten neben der Baumscheibe den Gehweg verengt hat“, schildert Hans Semmler. Der Kasten wurde daraufhin zeitnah um einige Meter versetzt. Seine Endmontage lässt aber seitdem auf sich warten.

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Gleiches gilt für vier weitere Kästen im Hombrucher Zentrum: Einer befindet sich nur circa 30 Meter entfernt an der Ecke Harkort- und Behringstraße.

Weitere Kästen wurden vor dem Marien-Hospital an der Gablonzstraße, gegenüber der Polizeiwache an der Kuntzestraße und am Zugang der Ginsterstraße zur Fußgängerzone aufgestellt.

Ein weiterer Kasten der Telekom steht vor dem Marien-Hospital an der Gablonzstraße.

Ein weiterer Kasten der Telekom steht vor dem Marien-Hospital an der Gablonzstraße. © Marc D. Wernicke

Der Anblick ist überall ähnlich: Absperrungen um offene Baugruben, in denen unverbundene Kabel liegen. In den drei Gruben im Umfeld der Fußgängerzone sammelt sich zudem seit vier Monaten weggeworfener Müll.

Das sagt die Telekom

Eine Nachfrage der Redaktion bei der Telekom lässt nun auf ein baldiges Ende der Bauarbeiten hoffen. „Sollte es zu keinen Zwischenfällen kommen, gehen wir weiter von einer Fertigstellung Ende Februar aus“, erklärt der Pressesprecher Pascal Kiel-Koslowski.

Die Telekom habe ein „ureigenes Interesse“ daran, den Netzausbau in Hombruch so schnell wie möglich zum Abschluss zu bringen.

Der Hombrucher Bezirksbürgermeister Hans Semmler ärgert sich: Seit mehreren Monaten stehen an fünf Stellen im Ortsteil neue Verteilerkästen in offenen Baugruben.

Der Hombrucher Bezirksbürgermeister Hans Semmler ärgert sich: Seit mehreren Monaten stehen an fünf Stellen im Ortsteil neue Verteilerkästen in offenen Baugruben. © Marc D. Wernicke

Als Grund für die Verzögerung nennt der Pressesprecher „fehlende Tiefbaukapazitäten“.

„Um den Netzausbau zu stemmen, haben wir aktuell circa 1800 Bauunternehmer beauftragt. Weitere Verzögerungen gab es bei der Bereitstellung der Stromanschlüsse“, so Kiel-Koslowski.

Nach Abschluss der Montage der Kästen sollen in Hombruch schnellere Internetverbindungen von bis zu 250 Mbit pro Sekunde beim Herunterladen und 40 Mbit/s beim Hochladen möglich sein. Laut der Telekom entspreche dies vielerorts in Deutschland einer Steigerung um das Fünffache.

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