Neuer Anlauf für Trinker-Raum

Nordmarkt

DORTMUND Die Pläne für einen so genannten Trinker-Raum als betreuter Treffpunkt für die Alkoholiker-Szene vom Nordmarkt nimmt Fahrt auf. FDP/Bürgerliste macht nun Gestaltungsvorschlag für Bürgerdienst-Ausschuss.

30.01.2010, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neuer Anlauf für Trinker-Raum

Die Pläne für einen so genannten Trinker-Raum als betreuter Treffpunkt für die Alkoholiker-Szene vom Nordmarkt nimmt Fahrt auf.

„Und damit der Treff akzeptiert wird, können mitgebrachte Alkoholika konsumiert werden“, erklärt FDP-Ratsmitglied Kay-Christopher Becker. Der Standort müsse in enger Abstimmung mit den Bürgern vor Ort ausgewählt werden.   „Er muss nahe am Nordmarkt sein – etwa an der Mallinckrodtstraße. Dann müssen die Nachbarn mitspielen und drittens müssen Streifen stärker kontrollieren, wenn der Treff läuft“, formuliert Bürgerlisten-Bezirksvertreter Heinrich Mödder die Anforderungen.

Auf Kritik stößt weiterhin die Blockadehaltung der SPD, bei der Becker konstruktive Gegenvorschläge vermisst. „Und wenn – wie bei der Alkoholverbotszone – ein Vorschlag kommt, ist er undurchführbar.“ Das wiederum sieht allerdings der OB-Kandidat von CDU, FDP und Bürgerliste, Joachim Pohlmann (Foto 2) anders. Er fordert weiterhin ein Alkoholverbot am Nordmarkt – das die Verwaltung für weite Teile des Platzes auch schon angekündigt hat. In Kassel gebe es ein Alkoholverbot auf vier öffentlichen Plätzen, weiß Pohlmann.

Der OB-Bewerber befürwortet aber in jedem Falle auch die Einrichtung eines Trinker-Raums. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit diesem Vorschlag die öffentliche Ordnung verbessern können“, meint Pohlmann. „Fakt ist, dass sich Menschen, die sich sonst auf öffentlichen Plätzen bewegen würden, dort Akzeptanz für ihre Situation finden.“ 

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