Der Beate-Uhse-Laden in Dortmund - unser Archivbild zeigt den Shop in der Firmenzentrale - ist schon lange Geschichte. © picture alliance / dpa
Neueröffnung

Neuer Mieter im ehemaligen Sex-Shop auf dem Westenhellweg

Von Lockdown und strengen Shopping-Regeln hat sich das Unternehmen nicht abschrecken lassen: Auf dem Westenhellweg sind wieder Mieter im ehemaligen Sex-Shop eingezogen - mit großer Vision.

Der ehemalige Beate-Uhse-Shop am Westenhellweg hat einen neuen Mieter – und das mitten in der Corona-Pandemie und bei allen Schwierigkeiten, die die momentage Situation für den Einzelhandel mit sich bringt.

Schon Anfang März eröffnete am Westenhellweg 51 der Shop „Henki“.

Hier gibt es von der Wimpernzange über Koffer bis zum Smartphone-Zubehör eine Menge Produkte zu günstigen Preisen zu kaufen. Insbesondere der Bereich Handyschutzhüllen für alle Modelle wird ständig erweitert.

Zudem bietet das Geschäft, das zwischen Mango und Apollo Optik liegt, einen Service, den es nach eigenen Angaben sonst nur in großen Elektronikmärkten gibt: „Wir beraten und kleben Schutzfolien an das Smartphone und das kostenlos“, berichtet Geschäftsführer Guang-Zhen Wu.

Gestartet ist „Henki“ 2019 mit einer Filiale in Bochum, mit Dortmund gibt es nun auch einen zweiten Ableger des Shops. „Dortmund hat etwas an sich, das für viele Sicherheit und Bodenständigkeit ausstrahlt“, erklärt Wu seine Entscheidung, sich in Dortmund niederzulassen.

Pandemie hat Konzept ins Stocken gebracht

Auch der große Durchlauf auf dem Westenhellweg habe ihn überzeugt. „Außerdem treffen hier viele verschiedene Kulturen und Gesellschaftsschichten aufeinander. Genau das ist es, was wir uns für unsere Läden wünschen: nette, treue und aufgeschlossene Kunden, die für etwas Neues bereit sind“, erzählt Wu weiter.

„Henki“ hat Anfang März am Westenhellweg in Dortmund eröffnet – trotz Corona-Lockdown und Shopping-Einschränkungen. © Marie Ahlers © Marie Ahlers

An seiner Entscheidung, den ehemaligen Sex-Shop, der lange leer stand, anzumieten, konnten auch die Corona-Pandemie und der anhaltende Lockdown nichts ändern. „Natürlich mussten wir uns eingestehen, dass durch die Pandemie unser so gut durchdachtes Konzept nunmehr ins Stocken gerät“, sagt Wu über sich und sein Team.

Geschäftsführer sieht sich als Vorkämpfer

„Aber wir sind jung und haben Lust, genau die Wege zu gehen, von denen die meisten nun Abstand halten: die Neueröffnung eines komplett neuen und unbekannten Geschäfts in einer Großstadt, die vom Shoppingtourismus lebt.“

Wu sieht sich da auch als Vorkämpfer für die kleinen Geschäfte, die besonders unter den ständigen Öffnungen und Schließungen leiden. „(Wir) versuchen mit allen möglichen Mitteln zu öffnen und auch offenzubleiben“, erklärt er. Sodass die Menschen auch weiterhin einen Grund haben, in die, wie Wu sagt, „wunderschöne Dortmunder Innenstadt zu gehen“.

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Redakteurin
In Lippstadt aufgewachsen, zum Studieren nach Hessen ausgeflogen, seit 2018 zurück in der (erweiterten) Heimat bei den Ruhr Nachrichten.
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