Auch im städtischen Wahlbüro am Königswall war der Andrang in den vergangenen Tagen bereits groß. © Oliver Volmerich
Bundestagswahl

Neuer Wahl-Rekord in Dortmund aufgestellt – schon jetzt offiziell

Ein bestimmter Rekord war zur Bundestagswahl am 26. September erwartet worden. Bereits zwei Tage vor dem Wahltag sind die Erwartungen erfüllt. Das zeigen die aktuellen Zahlen aus Dortmund.

Ganz unerwartet kommt der Rekord nicht: Schon gleich nach dem Versand der Wahlbenachrichtigungen zur Bundestagswahl am 26. September Mitte August zeichnete sich im Wahlbüro der Stadt Dortmund eine wahre Flut an Anträgen auf Briefwahl ab. Und die ebbte bis zum Schluss nicht ab.

Am Ende wird wohl mehr als jeder oder jede dritte Wahlberechtigte seine Stimmen zur Bundestagswahl per Briefwahl abgegeben haben. Bis Donnerstagabend (23.9.) – also drei Tage vor dem eigentlichen Wahltermin – wurden bei insgesamt 415.000 Wahlberechtigten vom städtischen Wahlbüro 156.183 Briefwahlunterlagen ausgestellt.

Bei der Bundestagswahl 2017 waren es zum selben Zeitpunkt 97.090 Briefwahlanträge. Damit ergibt sich ein Plus von 59.093. Etwa 38,5 Prozent der in Dortmund Wahlberechtigten hätten damit Briefwahl beantragt, teilte die Stadt Dortmund am Freitagmorgen (24.9.) mit.

Wie viele davon wirklich ihre Stimmen abgegeben, das heißt die Briefwahlunterlagen auch an die Stadt rechtzeitig zurückgeschickt haben, wird sich erst am Abend des Wahlsonntags zeigen. Der Rücklauf scheint aber gut zu sein: Bislang seien rund 148.000 Briefwahlunterlagen zurückgesandt worden, berichtete Stadtsprecher Maximilian Löchter auf Nachfrage.

Abgabe in städtischen Briefkästen

Wer seine Briefwahlstimmen noch nicht per Post auf die Reise geschickt hat, kann sie noch bis Sonntag um 18 Uhr in den Hausbriefkasten am Stadthaus, Südwall 2-4, und am städtischen Wahlbüro am Königswall 25-27 (Nebeneingang) einwerfen.

Und zur Not kann man auch mit dem ausgestellten Wahlschein, dem Formular, das man mit den Briefwahlunterlagen zugeschickt bekommen hat, am Sonntag ins Wahllokal gehen und dort seine Stimmen abgeben. Die 386 Wahllokale in Dortmund sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Anträge mit Attest noch möglich

Ganz beendet ist die Briefwahl ohnehin noch nicht. Das Briefwahl-Lokal im städtischen Wahlbüro am Königswall 25-27 war an diesem Freitag noch bis 18 Uhr geöffnet. Danach kann man am Wochenende nur noch Briefwahl beantragen, wenn man etwa plötzlich erkrankt ist und ein ärztliches Attest dazu vorlegt. Dann muss man aber die Wahlunterlagen gegen eine Vollmacht und Vorlage des Attests im städtischen Wahlbüro abholen lassen.

Ausgezählt wird die Briefwahl ebenso wie die in den Wahllokalen abgegebenen Stimmen am Sonntagabend ab 18 Uhr. Dazu sind in den Messehallen der Westfalenhallen 183 sogenannte „Briefwahl-Lokale“ eingerichtet.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich