Neueröffnung: „Hopfen und Salz“ im ehemaligen Eisenbarth-Haus bietet mehr als 300 Biere

rnVolksgarten Lütgendortmund

Bier, Bierspeisen, Biertastings: Das Restaurant „Hopfen und Salz“ öffnet am Freitag in Lütgendortmund. Der neue Pächter will dem traditionsreichen Gasthaus wieder zu altem Glanz verhelfen.

Lütgendortmund

, 07.09.2018, 11:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange Zeit war es still im wohl bekanntesten Traditions-Gasthaus am Lütgendortmunder Volksgarten. Doch ab Freitag (7. 9.) fließt dort wieder Bier.

Für viele Lütgendortmunder war es ein regelrechter Schock, als die Gastronomie Eisenbarth 2016 an der Volksgartenstraße 61 schloss. Seitdem wurde es still um die beliebte und bekannte Restauration, in der Generationen von Gästen aus dem Dortmunder Westen gegessen, gefeiert und ihr Bier getrunken haben. Und so war das Interesse entsprechend groß, als sich in diesem Sommer erstmals wieder die Rollläden öffneten, Firmenfahrzeuge vorfuhren, Renovierungsarbeiten begannen.

Und nun ist also Eröffnung. Um 15 Uhr will der neue Pächter Antonio Link öffnen. Was er bietet, ist ein neues Ambiente und auch ein neues Konzept. „Hopfen und Salz“ heißt die Traditions-Restauration nun. Und im Lokal soll sich dann auch künftig alles um Bier und Brautradition drehen. Nicht weniger als 300 Biersorten, davon 16 aus dem Zapfhahn, wird es geben. Darunter viele Craft-Biere aus kleinen ambitionierten Brauereien, die sich in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Großer Brauereipartner

„Aber allein mit den Kleinen geht es nicht“, sagt Antonio Link, der das Restaurant mit seiner Partnerin Marta Dabrowsta führen wird. So steht ihm als Partner mit der Carlsberg-Brauerei ein Branchenriese zur Seite. Das ist auch nötig, denn das Restaurant am Volksgarten ist alles, nur kein kleiner, leicht zu führender Betrieb. Neben dem Schankraum, der nach der Renovierung heller und moderner daherkommt - ohne dabei seinen gemütlichen Charme verloren zu haben - gibt es einen großen Raum. Ein Regal an der Wand mit unzähligen Bierflaschen gefüllt, weist schon auf künftige Vernastaltungen hin. Biertastings, also Verköstigungen mit besonderren Biersorten, hat der neue Pächter geplant.

Neues Licht für alten Glanz

Stück für Stück will Antonio Link auch die übrigen Räume und Säle und den beliebten Biergarten herrichten. Und das sind einige. „Wir werden eine neue Bestuhlung bekommen und dass Lichtkonzept verändern“, sagt Link im einstigen Prunkstück des Gebäudes, dem großen Saal, in dem früher die größten Veranstaltungen des Ortes gefeiert wurden.

Noch wirkt der Saal mit seinem schummrigen Licht, ebenso wie das benachbarte Jagdzimmer und Kaminzimmer, ein wenig aus der Zeit gefallen. Doch das soll sich ändern - ohne allerdings das alte Ambiente des mit viel Holz eingerichteten Saals völlig zu verändern. Der riesige Kronleuchter im Saal soll auch erhalten bleiben. „Noch bis Ende des nächsten Jahres wird es dauern, bis alle Bereiche des Restaurants hergerichtet sind“, kündigt Link an. Modernste Technik zieht ein, damit die Räume auch für Tagungen genutzt werden können. Und auch kulturelle Veranstaltungen sind in nächster Zeit geplant.

Bier fließt auch in der Küche

Alles neu also, das gilt auch für die Speisekarte. Auf der dreht sich ebenfalls alles um den Gerstensaft. So reicht das Angebot von einer Biergulaschsuppe, Lachs in Sauerbier bis zum Sauerbraten, der mit kräftigem Porter-Bier aus England verfeinert wird. Aber natürlich sind auch Klassiker wie Steaks und Pasta erhältlich. Link hofft, dass er mit seinem neuen Konzept auch den Dortmunder Westen überzeugen kann. „Ich freue mich auf ehemalige Stammgäste und Vereine, die hier hoffentlich bald wieder ihre Treffen abhalten“, sagt Antonio Link. „Ich hoffe, dass sie wiederkommen.“

Das tut auch der Besitzer des Hauses, Norbert Eisenbarth, dessen Enkelin den Betrieb zuletzt führte. Doch für die junge Gastronomin war das Haus einfach zu groß, zu schwer zu führen, sagt Eisenbarth im Nachhinein. 1976 hatte er das Haus gekauft, zwei Jahre später erfolgte der erste große Umbau. Anfang der 2000er Jahre wuchs das Restaurant dann noch einmal: Anbau, Modernisierung, ein riesiger Biergarten, Minigolfanlage und Spielplatz machten das Haus zum Wohlfühlrestaurant für die ganze Familie. Und so soll es auch wieder werden, wünschen sich Antonio Link und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Restaurant „Hopfen und Salz“ ist ab sofort dienstags bis samstags von 15 bis 22 Uhr und sonntags von 10 bis 22 Uhr geöffnet (Speisenangebot durchgehend). Für den 13. Oktober (Samstag) ist ein Tag der offenen Tür geplant. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Restaurants.
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt