Neues DNA-Gutachten im Fall Schalla soll den Angeklagten Ralf H. zusätzlich belasten

Mord-Prozess

Seit Prozessbeginn bestreitet der Angeklagte Ralf H., vor 25 Jahren die Schülerin Nicole-Denise Schalla ermordet zu haben. Jetzt wird er offenbar von einem neuen DNA-Gutachten belastet.

Dortmund

, 21.03.2019, 17:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neues DNA-Gutachten im Fall Schalla soll den Angeklagten Ralf H. zusätzlich belasten

Der Angeklagte Ralf H. wird von zusätzlich schwer belastet. © Martin von Braunschweig

Nach Angaben von Nebenklage-Anwältin Arabella Pooth liegt die erneute Auswertung der im Herbst 1993 gesicherten Spuren inzwischen vor. Dabei sei abermals die DNA des Angeklagten Ralf H. gefunden worden, sagte die Juristin.

Bislang wurde der Angeklagte "nur" von einer einzelnen Hautschuppe belastet, die an der Leiche der Schülerin gesichert und ihm zugeordnet worden war. Für die Eltern von Nicole-Denise Schalla seien die neuen Untersuchungsergebnisse "sehr erfreulich", so Pooth. "Für uns war immer klar, dass hier der richtige Mann auf der Anklagebank sitzt."

Der Verdacht wurde erhärtet

Dieser Verdacht werde nun noch einmal erhärtet. Vater Joachim Schalla sei "sehr erleichtert" gewesen, als er von seiner Anwältin Pooth die Nachricht übermittelt bekam. "Die Eltern sind vor allem dankbar für die hervorragende Arbeit der Polizei", so die Nebenklagevertreterin weiter.

Das DNA-Gutachten soll in der kommenden Woche im Prozess vor dem Schwurgericht erläutert werden. Im Anschluss wird natürlich von Interesse sein, wie sich der Angeklagte zu den Ergebnissen äußern wird. Bisher weist Ralf H. jede Schuld weit von sich. Immer wieder hatte er im Prozess die Arbeit der Polizei, der Staatsanwaltschaft und des Gerichts kritisiert.

Für den Prozess hat das Schwurgericht vorerst nur noch drei weitere Verhandlungstage angesetzt.

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