Huckarde: 2020 muss endlich Schluss sein mit dem Verkehrschaos auf der Emscherallee

rnZukunftscheck 2020

Nach über einem Jahr voller Staus soll der Verkehr auf der Emscherallee im neuen Jahr wieder fließen. Wie realistisch das ist und welche Projekte 2020 wichtig sind, zeigt der Zukunftscheck.

Huckarde

, 26.12.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen Weihnachtswunsch hatte wohl jeder der Huckarder Bezirksvertreter: Dass die Stadt Dortmund die lange Liste der Projekte im Stadtbezirk abarbeitet. „Bevor irgendetwas Neues angegangen wird, sollte erst einmal das in Gang kommen, was schon lange beschlossen ist“, sagt Bezirksbürgermeister Harald Hudy (SPD).

Zu den größeren Projekten zählen da der Zaun und das Vordach der Urbanus-Grundschule. Der Schulhof wird von Jugendlichen und jungen Erwachsenen für Partys und als Drogenumschlagplatz genutzt.

Bereits seit 2018 gibt es Pläne, zumindest das Schulgebäude mit einem hohen Zaun abzusichern. Auch das marode Vordach soll erneuert werden. Der aktuelle Stand laut Stadt Dortmund: Der Zaun kommt Anfang des neuen Jahres, für das Vordach steht noch kein Zeitrahmen fest.

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Hudy hofft auf eine freie Emscherallee 2020

„Der Zaun wird kommen“, ist sich Harald Hudy sicher. „Schließlich geht es dabei auch um einen Angstraum – und die möchte die Stadt ja beseitigen.“ Für den Hausmeister ist der Zaun eine schon lange notwendige Entlastung und für die Grundschüler ein Schritt zu mehr Sicherheit auf dem Pausenhof.

Koks-Tütchen findet der Hausmeister der Urbanus-Grundschule fast täglich auf dem Schulhof.

Koks-Tütchen findet der Hausmeister der Urbanus-Grundschule fast täglich auf dem Schulhof. © Carolin West

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr könnte das Ende der Emscherallee-Baustelle bringen. Denn die sorgt seit Anfang Oktober 2018 für Chaos. Im neuen Jahr soll damit endlich Schluss sein, so die Ankündigung der Stadt Dortmund.

„Die Baustelle ist eine enorme Verkehrsbelastung“, sagt Harald Hudy. Nicht nur für Pendler, auch für die neue Veranstaltungshalle im alten Salzlager auf der Kokerei Hansa sei es wichtig, dass der Verkehr wieder fließt. Allerdings ist das exakte Ende der Baustelle noch unklar.

Bleibt zu hoffen, dass die Arbeiten in der ersten Jahreshälfte beendet werden – für die Pendler und für die Anwohner der kleinen Straßen, die jetzt noch als Abkürzung genutzt werden.

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Osulfweg bekommt Piktogramme und ein Geschwindigkeitsdisplay

An anderer Stelle macht die Baustelle auf der Hangeneystraße den Osulfweg und die umliegenden schmalen Straßen seit Mitte August 2019 zur Abkürzung für Pendler und Kunden des Kirchlinder Lidl-Marktes.

Eine kleine Erleichterung gibt es seit Anfang Dezember: Seitdem regelt eine Ampel den Baustellenverkehr, und die Hangeneystraße ist wieder in beide Richtungen befahrbar. Probleme mit Rasern und Autofahrern, die trotzdem den Osulfweg als Abkürzung nutzen, gebe es aber weiterhin, so die Anwohner.

Seitdem die Ampel steht, fließt der Verkehr auf der Hangeneystraße auch wieder in Richtung Marten.

Seitdem die Ampel steht, fließt der Verkehr auf der Hangeneystraße auch wieder in Richtung Marten. © Carolin West

„Die Kita ‚Elfenwald‘ im Osulfweg liegt der Bezirksvertretung sehr am Herzen“, sagt Harald Hudy. Deshalb und zum Wohl der Anwohner soll es im Januar einen Ortstermin geben. „Die Tempo-30-Piktogramme auf dem Boden sollen zeitnah erneuert werden“, verspricht Hudy.

Auch Geschwindigkeitsdisplays sollen den Verkehr im Osulfweg sicherer machen. Ob das rücksichtslose Autofahrer tatsächlich vom Rasen abhält, wird das neue Jahr zeigen. Vermutlich wird aber auch das angepeilte Ende der Baustelle im Frühjahr den Osulfweg noch einmal entlasten.

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Das gibt es Neues im „Stadtbezirk des Sports“

In den Fokus rücke 2020 aber nicht nur der Straßen-, sondern auch der Radverkehr. „Mit der Skateranlage, der Kletterhalle, der Disc-Golf-Anlage und vielem mehr ist Huckarde für mich der Stadtbezirk des Sports – und darauf kann man stolz sein“, erklärt Harald Hudy.

Weniger stolz ist der Bezirksbürgermeister allerdings auf die stillgelegte Mountainbike-Downhill-Strecke am Deusenberg. „Da müssen wir nochmal ran“, sagt er. 2020 soll ein möglicher Neubau der Strecke diskutiert werden.

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In der Diskussion halten möchte CDU-Bezirksvertreterin Claudia Brückel auch die Parkplatz-Problematik rund um das Freibad Hardenberg in Deusen. „Wir werden es nicht zulassen, dass alle den Winter aussitzen und sich wieder nichts tut.“

Und in einem Stadtbezirk des Sports sollte auch ein problemloser Weg zum Freibad im Fokus stehen. Derzeit arbeite die Verwaltung an einer Lösung, so Harald Hudy. Ein Großteil der bisherigen Vorschläge sei nicht umsetzbar. „Wenn nichts kommt, stellen wir wieder einen Antrag“, sagt Brückel.

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