Neues Möbelhaus in der Nordstadt geplant

Eröffnung ab 2018

Zurbrüggen (Unna), Ostermann (Witten) und Hardeck (Bochum) heißen die großen Möbelhäuser in der Region – Dortmund fehlt abgesehen von Ikea ein "Vollsortimenter" dieser Art. Ein Investor will das ändern und in der Nordstadt ein Möbelhaus bauen lassen.

DORTMUND

, 13.10.2016, 02:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neues Möbelhaus in der Nordstadt geplant

Das Gelände, auf dem das Möbelhaus entstehen soll, aus der Luft. Die breite Straße, die von der unteren Bildmitte aus schräg nach rechts führt, ist die Bornstraße in Richtung Innenstadt. In dem großen Gebäude gegenüber der freien Fläche für das geplante Möbelhaus ist "Bauhaus".

Die Solinger Gesellschaft „Kleinpoppen Projekte“ hat Thyssen-Krupp das Grundstück an der Ecke Bornstraße/ Hildastraße im Westen der Westfalenhütte abgekauft, um die Immobilie zu bauen. Wer dort 2018 oder 2019 einzieht, dazu herrscht bislang noch Stillschweigen. Geplant ist eine Verkaufsfläche zwischen 27.000 und 45.000 Quadratmetern. Zum Vergleich: Zurbrüggen in Unna verkauft auf 40.000 Quadratmetern.

Der Mieter aus der Möbelbranche steht zwar fest – ihn nennen mag Kleinpoppen-Gesellschafter André Kleinpoppen mit Blick auf den Wettbewerb nicht. „Der Stadt ist der Name bekannt“, sagte er auf Anfrage nur. Es gehe um einen führenden Möbelhausbetreiber in Deutschland, Österreich und der Schweiz, der hochwertige Möbel anbiete.

Suche dauerte fünf Jahre

Der Solinger Investor plant auch Einrichtungshäuser unter anderem in Bingen, Moers und Düsseldorf. Das ist seiner Internetseite zu entnehmen – Firmennamen werden aber auch dort nicht genannt. Kleinpoppen sagt, die Suche nach einem Grundstück in Dortmund habe schon vor fünf Jahren begonnen, zwei Jahre später habe man die jetzige Fläche ins Auge gefasst. „Es hat aber sehr lange gedauert, bis Thyssen-Krupp sich zum Verkauf entschieden hat“, berichtet er. Kleinpoppen hat die Stadtspitze früh in seine Pläne eingeweiht, diese kürzlich auch der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord präsentiert. „Die Stadt unterstützt den Standort und steht der Sache positiv gegenüber“, sagte Sprecher Maximilian Löchter. Allerdings stehe die Planung erst am Anfang.

Einen Bebauungsplan gibt es noch nicht. Berücksichtigt werden muss, dass die geplante Nordspange zwischen Eving und Brackel über die Fläche an der Hildastraße führen soll. Ob‘s ein neues Möbelhaus in Dortmund braucht, dazu verwies gestern Ulf Wollrath, Handels-Experte der IHK, auf Zahlen des „Masterplans Einzelhandel“ von 2012: Damals gab es in Dortmund eine Kaufkraft für Möbel von 171 Millionen Euro pro Jahr. Die hiesigen Möbelfirmen kamen auf einen Umsatz von 100 Millionen Euro. Sprich: Viel Geld für Möbel fließt in andere Städte ab.

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