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Neugestaltung macht Innenhöfe im Kreuzviertel zu versteckten Naturoasen

rnChillige Kreuzviertel-Höfe

Neue Innenhöfe mit viel Grün und chilligen Plätzen gibt es an der Essener- und der Schillingstraße. Die Gemeinnützige Wohngenossenschaft modernisierte die Gärten. Die Urbanisten wirkten mit.

Kreuzviertel

, 02.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Asphaltierte Wege, hohe Tannen, Teppichstangen, lange Hecken - diese Aussicht ist für viele Wohnungen im Kreuzviertel typisch. Manche Innenhöfe aber bilden kleine und erstaunlich ruhige Naturparadiese im Viertel. Die Gemeinnützige Wohngenossenschaft (GWG) Dortmund hat die Höfe ihrer Immobilien an der Essener Straße und der Schillingstraße von etwas tristen Teppichklopf-Plätzen in grüne Oasen umgestalten lassen.

Urbanisten machen die Mauer zum Hingucker

An der Schillingstraße 46/48 wurde zudem eine etwa vier Meter hohe Sichtschutzmauer mit Hilfe der Urbanisten zum Hingucker umgestaltet. Bereits Ende 2018 rückten die Gärtner und Landschaftsbauer an. Sie entfernten die Abtrennung der einzelnen Parzellen und legten zwei Terrassen an, die von großen Sitzfelsen umgeben sind. „Es war Glück, dass eine Nachbarin uns die Nutzung ihrer Toreinfahrt gewährt hat“, sagt GWG-Sprecherin Britta Knoche. „Sonst hätten wir das gar nicht realisieren können.“

Anwohner haben bereits Stühle und eine Hängematte auf der Terrasse aufgestellt. „Wir freuen uns schon auf den Sommer“, sagt eine Mieterin. Sie sei zunächst skeptisch gewesen, weil ein alter Baum gefällt werden musste. Nun gefalle ihr der neue Garten aber sehr gut.

Neugestaltung macht Innenhöfe im Kreuzviertel zu versteckten Naturoasen

Der neue Garten ist fast fertig. © Susanne Riese

Auf Wunsch der Genossenschaftsmitglieder wurden auch Obstbäume gepflanzt, eine Hasel und alter Baumbestand blieben erhalten. Bunte Pflanzenbeete sollen Insekten anlocken. Neue Pflasterwege sind bereits gelegt, die Kellerabgänge werden in den nächsten Wochen renoviert. So störte eigentlich nur noch die hohe graubraune Mauer am Ende des Gartens, die den Blick auf eine dahinter liegende Lagerhalle versperrt. Auch hierfür fanden die Planer eine Lösung: Die Urbanisten gestalteten drei naturnahe Bilder auf der Wand, die mit der Bepflanzung zu einer optischen Einheit verwachsen sollen.

Neugestaltung kostete rund 50.000 Euro

„Wir haben uns bei der Gartengestaltung bemüht, den Pflegeaufwand gering zu halten“, sagt Britta Knoche. Denn die Kosten für die Gartenpflege sollen möglichst niedrig ausfallen. Insgesamt investiert die „Gemeinnützige“ rund 50.000 Euro in die Neugestaltung des Innenhofs.

Neugestaltung macht Innenhöfe im Kreuzviertel zu versteckten Naturoasen

Aus vier einzelnen Höfen wurde an Schilling- und Essener Straße ein großer Innenhof. © Susanne Riese

Einen Häuserblock weiter hat die Wohngenossenschaft ein weiteres Innenhof-Projekt verwirklicht. Dort wurden die Gärten von vier Häusern mit insgesamt 28 Mietparteien zusammengelegt. Dazu glichen die Landschaftsgärtner das Gartenniveau an, entfernten die abgrenzende Mauer, Hecken, Teppichstangen und einige Tannen. „Die Bewohner auf der Sonnenseite bekamen eine Schatten- und die auf der Schattenseite eine Sonnenterrasse“, sagt Britta Knoche. Zuvor waren die Häuser an der Schillingstraße 46 und 48 energetisch saniert und mit Balkonen ausgestattet worden.

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