Neun brandneue BMW für die Stadtspitze

Leasingvertrag

Jedes Jahr was Neues: Nach nur einem Jahr steigen Verwaltungsvorstand, Bürgermeisterin und Bürgermeister bei den Dienstwagen um von Mercedes auf BMW. Laut Stadt zu unschlagbaren Konditionen. Anders als in anderen Städten, muss sich in Dortmund weiterhin niemand den Wagen teilen.

DORTMUND

von Von Susanne Riese

, 01.10.2013, 18:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neun brandneue BMW für die Stadtspitze

Diese 5er BMWs least die Stadt für ein Jahr.

Ab 1. Januar 2014 gelten die Leasingverträge für die neun neuen Dienstfahrzeuge der Stadtspitze. Ökologische und ökonomische Kriterien hätten bei der Wahl den Ausschlag gegeben, erklärte Lürwer. Der BMW 520d erfülle die Abgasnorm Euro 6 und sei gemessen an Schadstoffausstoß und Kosten das „Auto der ersten Wahl“. Das Kommunal-Leasing mit einjähriger Laufzeit biete unschlagbare Konditionen ausschließlich für kommunale Spitzenvertreter, wobei der 5er Fahrzeugtyp mit besserer Sicherheitstechnik und mehr Platz tatsächlich günstiger sei als das kleinere 3er-Modell; Oberbürgermeister Sierau: „Das glaubt man kaum, ist eben Marketingstrategie.“ Was genau die Stadt an Leasinggebühren zahlen muss, wollte die Verwaltung aber nicht preisgeben – wegen „vergaberechtlicher Vorschriften gegenüber den Anbietern“.

Nach der Umstellung von Vierjahres- auf Jahresleasing im Jahr 2012 seien die Kosten aber um rund zwei Drittel gesunken. „Man muss nur noch tanken“, so Lürwer. Bei den langen Laufzeiten seien auch Kosten für Reparaturen und Ersatzteile angefallen, beispielsweise neue Reifen. „Das war teuer. Jetzt bleiben wir in der Gewährleistung.“ Insgesamt 62.500 Euro fallen für die Dienstwagen 2013 an – inklusive Benzin, Steuern und Versicherungen, teilt Stadtsprecher Udo Bullerdieck mit. 14.000 Euro davon fließen an die Stadt zurück, weil die Dezernenten und Bürgermeister die Fahrzeuge auch privat nutzen und dafür bezahlen müssen. Die Fahrleistung liegt im Schnitt bei rund 19.000 Kilometern pro Wagen.Das Mobilitätszentrum der Stadt hatte eine umfangreiche Marktrecherche durchgeführt, um die Fahrzeuge zu bestimmen, die infrage kommen. Hybridfahrzeuge waren nicht darunter, da sie nicht zu den günstigen Behördentarifen angeboten werden. Trotzdem sollten die Dienstwagen möglichst umweltfreundlich fahren, was durch die Erfüllung der neuen Euronorm 6 gegeben sei.

Die neuen Autos samt Fahrer stehen wie bisher dem OB, Bürgermeisterin Birgit Jörder, Bürgermeister Manfred Sauer, Kämmerer Jörg Stüdemann, den Dezernenten Martin Lürwer, Diane Jägers, Waltraud Bonekamp, Birgit Zoerner sowie Wirtschaftsförderungs-Chef Thomas Westphal zur Verfügung. Die gemeinsame Nutzung eines Wagens von mehreren Personen habe man mehrfach probiert, aber wieder verworfen, sagte Bullerdieck. „Das war nicht effektiv.“

Lesen Sie jetzt