Neue Bewohnerin

Neuzugang: Zoo Dortmund bekommt stark gefährdetes Tier mit großen Augen

Der Dortmunder Zoo begrüßt einen neuen Bewohner: Das noch namenlose Weibchen gehört zu einer stark bedrohten Art - und besticht durch flauschiges Fell und große Augen.
Der große Teich im Eingangsbereich des Dortmunder Zoos. © Dieter Menne Dortmund

Ein junges Zwergplumplori-Weibchen ist in den Dortmunder Zoo eingezogen. Das am 6. Januar 2020 im Zoo Planckendael in Mechelen (Belgien) geborene Tier wohnte zuvor im Zoo Antwerpen.

In Dortmund gesellt sich der Primat zu den Artgenossen Helene und Flori, die bereits im neuen Plumplori-Gehege im Regenwaldhaus „Rumah hutan“ wohnen.

Da machen auch Tierfreunde große Augen: Ein Zwergplumplori-Weibchen zieht in den Dortmunder Zoo. © Marcel Stawinoga © Marcel Stawinoga

Der Neuankömmling wurde über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) vermittelt. Der Zoo Dortmund hatte sich gemeinsam mit der Zuchtbuchführerin dazu entschieden, ein zweites Weibchen aufzunehmen.

„Denn Helene und Flori führen eher eine platonische Beziehung und sind seit ihrer Zusammenführung vor drei Jahren noch nicht in die Familienplanung eingestiegen“, erklärt Katrin Pinetzki, Pressesprecherin der Stadt Dortmund die Wahl. Zudem sei Helene mit 13 Jahren nicht mehr in der Lage, Nachwuchs zu gebären.

In den vergangenen Jahren wurden zu wenige Zwergplumploris in den europäischen Zoos geboren, um langfristig eine gesunde Population erhalten zu können. 2020 wurde die Primatengattung aus Südostasien auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion von „gefährdet“ auf „stark gefährdet“ hochgestuft.

Damit sind die Zwergplumploris nur noch zwei Stufen von der Einstufung „in der Natur ausgestorben“ entfernt. Gefährdet sind die Plumploris zudem durch illegales Fangen.

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