Niebaum zu 20 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt

Prozess gegen Ex-BVB-Chef

Er hat bei Krediten betrogen und Urkunden gefälscht: Im Prozess gegen den früheren BVB-Präsidenten und Rechtsanwalt Gerd Niebaum ist am Freitag das Urteil verkündet worden. Der Staatsanwalt forderte fast zwei Jahre Haft auf Bewährung. Die Richter blieben nur knapp darunter.

DORTMUND

13.02.2015, 02:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Wichtigste in Kürze:

  • Niebaum wegen Kreditbetrug und Urkundenfälschung verurteilt
  • Strafmaß liegt mit 20 Monaten auf Bewährung leicht unterhalb der Forderung der Staatsanwaltschaft
  • Niebaum muss 50 Sozialstunden ableisten
  • Richterin lobt Geständnis des Ex-BVB-Chefs 

Aktualisierung 11.18 Uhr:

Die Richterin lobt in der Urteilsbegründung das Geständnis von Niebaum: Wenn man im Leben einen Fehler macht, ist es richtig, dazu zu stehen."

Als Bewährungsauflage muss Niebaum 50 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Niebaum akzeptiert die Strafe. Das Urteil ist rechtskräftig.

Aktualisierung 11.06 Uhr:

Die Richter haben das Urteil verkündet: Niebaum wird zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Vier davon gelten als vollstreckt. 

Aktualisierung 10.01 Uhr:

Jetzt kritisiert Niebaums Verteidiger die seiner Meinung nach "völlig unangemessene Berichterstattung". Zehn Jahre nach Ausscheiden beim BVB sei sein Mandant kein Promi mehr. Um 11 Uhr soll das Urteil verkündet werden.

Aktualisierung 9.55 Uhr:

Der Verteidiger von Niebaum sagt: "Vielleicht war er 2005 etwas benebelt von den vorangegangenen Erfolgen."

Aktualisierung 9.45 Uhr:

Das Plädoyer des Staatsanwalts ist beendet: Er fordert ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung für Gerd Niebaum - dazu 60 Stunden Sozialarbeit.

Aktualisierung 9.35 Uhr:

Der Prozess gegen Niebaum hat begonnen, gerade plädiert der Staatsanwalt.

Erstmeldung 2.34 Uhr:

Der 66-Jährige hat in dem seit Anfang Januar geführten Prozess weite Teile der Vorwürfe eingeräumt. Alle Taten gehen auf die Zeit nach seinem Ausscheiden beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund zurück. Die Zeit, in der Niebaum nach eigenen Aussagen auf die schiefe Bahn geraten ist, bezeichnete er selbst als "sehr schwierig".

Seine hoch angesehene Dortmunder Kanzlei sei in eine finanzielle Schieflage geraten. An allen Ecken und Enden habe plötzlich Geld gefehlt. In dieser Situation habe er schließlich Entscheidungen getroffen, die er sich heute selbst nicht mehr erklären könne.

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