Niedergeschossener erfolgreich operiert - Täter weiter flüchtig

Schießerei

Nach den Schüssen am Dorstfelder Hellweg auf einen 41 Jahre alten Dortmunder am Sonntag hat die Polizei eine Täterbeschreibung veröffentlicht. Das Opfer ist inzwischen erfolgreich operiert worden. Mit der Polizei konnte er auch schon sprechen.

DORTMUND

von Von Tilman Abegg und Peter Bandermann

, 14.01.2013 / Lesedauer: 3 min
Niedergeschossener erfolgreich operiert - Täter weiter flüchtig

Nach einer Schießerei am Sonntag Nachmittag am Dorstfelder Hellweg sperrte die Polizei ein Teilstück der Straße.

  • 41-jähriger Dortmunder gegen 15.45 Uhr am Dorstfelder Hellweg angeschossen
  • Opfer nicht lebensgefährlich verletzt
  • Polizei geht von einzelnem Täter aus
  • Hellweg in Dorstfeld war am Sonntagnachmittag mehrere Stunden gesperrt
  • Opfer kein Unbekannter für Polizei

Die Täterbeschreibung ist da. Zeugen haben den Täter der Polizei wie folgt beschrieben:      -       ca. 175 cm groß , ca. 25 bis 30 Jahre alt    -       Brille mit schwarzem Gestell    -       Dunkel blaue Jacke mit der Aufschrift CORDON SPORT    -       Schwarze Umhängetasche   Zeugen, die etwas zu dem Tatgeschehen sagen können, sollen sich bei der Polizei melden. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle sowie die Kriminalwache unter der Telefonnummer 0231-132-7441 entgegen.

Der auf dem Dorstfelder Hellweg vor seinem Wohnhaus niedergeschossene Mann ist inzwischen operiert worden und laut Staatsanwaltschaft „auf dem Wege der Besserung“. Die Polizei konnte ihn bereits vernehmen und bereitet zurzeit eine Täterbeschreibung vor. Konkrete Angaben über den Täter konnte das Opfer nicht äußern. Allerdings erhielt die Polizei einige Anhaltspunkte darüber, wen der Mann zum Feind haben könnte. Für Polizei und der Staatsanwaltschaft ist er kein Unbekannter.

Die Sperrung wird  noch mindestens bis 20 Uhr dauern. Grund: Die Spurensicherung muss den Bereich des Tatorts nach weiteren Patronenhülsen und Hinweisen absuchen, auch zwischen den Schienen. Das kann noch dauern - gerade bei Dunkelheit.

Die Sperrung werde noch bis etwa 19 Uhr andauern, sagt die Polizei. Weitere neue Erkenntnisse: Der angeschossene Mann ist ein 41-jähriger Dortmunder. Über den Schützen ist weiterhin nur bekannt, dass er ebenfalls ein Mann ist. Der Schütze flüchtete nach den Schüssen zu Fuß in Richtung Thusneldastraße. Mit weiteren Infos sei nicht vor Montag zu rechnen. Dann würden Polizei und Staatsanwaltschaft eine gemeinsame Presseerklärung herausgeben.

Die Sperrung betrifft auch die Stadtbahnlinie U 43. DSW21 hat Busse eingesetzt, mit der die Fahrgäste um die gesperrte Schienenstrecke herumgefahren werden.

Die Schießerei passierte auf der Höhe eines Wettbüros. Laut Polizei gebe es bisher aber keine Erkenntnisse, dass das Wettbüro mit der Tat in Zusammenhang stehe.

Die Sperrung besteht weiterhin und wird wohl noch einige Zeit aufrecht erhalten werden müssen. Viele Patronenhülsen wurden am Tatort gefunden und deuten darauf hin, dass viele Schüsse gefallen sind. Der verletzte Mann ist zwei Mal getroffen worden, in den Fuß und ins Bein. Die Spurensicherung und die Mordkommission sind unterwegs zum Tatort.

Die Polizei geht bisher von einem einzelnen Täter aus. Weder über ihn noch über das verletzte Opfer der Schießerei ist zum jetzigen Zeitpunkt mehr zu erfahren. Das Opfer sei jedenfalls im Krankenhaus und nicht lebensgefährlich verletzt, sagte die Polizei auf Anfrage unserer Zeitung.

Einen Teil des Dorstfelder Hellwegs 19 hat die Polizei vorerst gesperrt: Von der Emscherbrücke bis zur Wittener Straße. Die Sperrung werde mindestens bis 17 Uhr andauern, sagt die Polizei, möglicherweise länger.

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