"Nightwish"-Sängerin fasziniert als Gothic-Elfe

Konzert im FZW

Klassische Sängerin trifft auf metallische Härte der Gitarrensounds: Tarja Turunen kam am Mittwochabend als Gothic-Elfe mit düsteren Song-Texten ihres Soloprojekts ins FZW. Die ehemalige Sängerin der Band "Nightwish" bot vor allem eins: eine Show.

DORTMUND

24.10.2013, 17:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die 36-jährige Tarja Turunen verkaufte sich im FZW nicht nur dank großer Show gut: Ihr Gesang war bemerkenswert.

Die 36-jährige Tarja Turunen verkaufte sich im FZW nicht nur dank großer Show gut: Ihr Gesang war bemerkenswert.

Ihre durchs Mikrofon-Echo noch schwerer gemachte ohnehin schon kräftige Stimme, der technisch bemerkenswerte Gesang, Dynamik und Artikulation ihrer Einsätze sorgten zwischenzeitlich für Gänsehaut. Doch: Ohne Stroboskop, Kunstnebel, Wind auf der Bühne und dem stets mitlaufenden Computer käme die Musik wohl kaum so wirkungsvoll daher.

So wurde das Live-Cello sinnloserweise mitunter übertönt von fetten Synthesizer-Streichersounds, der Gitarrist schien alleine einen ganzen Chorsatz zu singen und der hinterm aufwändigen Schlagzeugapparat versteckte Drummer hatte trotz der Nutzungsmöglichkeiten zahlreicher Toms, Becken und sogar einer Tamtam stets genug Zeit für ständige Stick-Tricks. Zwischenzeitliche musikalisch wirklich Interessante Stellen in der Musik waren rar, darunter ein Solo-Moment mit Cembalosound, Stimme und Cello. Die Faszination des Konzertes ging weniger von der Musik aus als vielmehr von dem Bild der zarten, dunklen Gothic-Elfe mit irrem Blick.

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