Noch ein neuer Wall-Blitzer: Radar blitzt nicht nur Raser – hier wird die Säule stehen

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Dortmund bekommt noch einen neuen Blitzer. Aufgestellt wird er in der Innenstadt. Heute hat die Stadt Dortmund verraten, wo genau die neue Radarsäule stehen wird. Sie blitzt nicht nur Raser.

Dortmund

, 04.09.2019, 16:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tempo- und Rotlichtsünder „sollten sich vorher die Nase pudern, damit sie auf den Fotos, die geschossen werden, gut aussehen“, kommentierte Oberbürgermeister Ullrich Sierau eine neue Maßnahme der Stadt.

Denn: Noch mal eben bei Dunkelgelb Gas geben und letztendlich bei Rot fahren – das könnte künftig am Südwall teuer werden. Die Stadt will in östlicher Richtung gegenüber der Einfahrt zur Tiefgarage Friedensplatz eine weitere kombinierte Radar-/Rotlichtsäule installieren – ein weiterer Baustein im Kampf gegen die Wallraser.

Der Blitzer wird jetzt bestellt und voraussichtlich im nächsten Frühjahr einsatzbereit sein. Das wäre dann der vierte Blitzer auf dem Wall. Die neue Anlage kostet 110.000 Euro zuzüglich weiterer Kosten für die Installation.

Den Verkehr verlangsamen

Es gehe der Stadt auch darum, im Sinne der Verkehrssicherheit den Verkehr auf dem Wall zu verlangsamen, erläuterte Ordnungsdezernent Norbert Dahmen. Der geplante Standort am Südwall sei einer der Überwege, ergänzte Sierau aus eigener Erfahrung, „wo man als Fußgänger eine große Chance hat, überfahren zu werden.“

Aktuell gibt es einen kombinierten Radar- und Rotlichtblitzer bereits an der B1/ Höhe Lübkestraße in Fahrtrichtung Bochum. Die Stadt würde gern auch einen mobilen Rotlichtblitzer einsetzen, doch die seien noch nicht marktreif, stellte Dahmen fest.

Der Einrichtung neuer stationärer Tempo-Überwachungsanlagen muss die Unfallkommission zustimmen, in der Vertreter von Stadt und Polizei sitzen. Nach anfänglicher Ablehnung hat die Kommission aufgrund eines nachfolgenden Unfalls auf dem Südwall auf der Höhe der Tiefgaragen-Einfahrt die Situation neu bewertet und der Überwachungsanlage zugestimmt.

Ampeln auf dem Wall werden neu geschaltet

Bei dieser Maßnahme bleibt es aber nicht. Um Raser auszubremsen, werde man nachts die Ampeln zwischen 20 Uhr und 6 Uhr so schalten, dass eine grüne Welle nicht möglich ist, wenn man zu schnell fährt, kündigte Dezernent Dahmen an. Auch nachts solle der Wall nicht „als Rampe für Raser verstanden werden. Das werden wir stören.“ Tagsüber funktioniere die grüne Welle zu 85 Prozent, so Dahmen.

Entsprechend im Nachtprogramm angepasst werden die Ampelanlagen Hoher Wall/Grafenhof-Josephstraße und Hiltropwall/Hövelstraße-Luisenstraße. In Kombination mit den Überwachungsanlagen sollen so die bestehenden Hotspots auf dem Wallring abgedeckt werden.