«Nörgler reden alles kaputt»

02.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lanstrop Willi Most Mit Unverständnis reagiert der SPD-Ortsvereinsvorsitzende (Foto) auf die Kritik einiger Lanstroper Bürger an den Plänen einer Schweinemast im ländlichen Vorort (wir berichteten). «Das sind Nörgler, die alles kaputt reden wollen», meint er. Zum Erhalt des dörflichen Charakters gehöre es auch, dass es Bauern gebe, die weiterhin ihre Schweine mästen. «Auch dafür haben sich Lanstroper Sozialdemokraten mit Erfolg stark gemacht, zumal der Betrieb soweit außerhalb des Ortes liegt und technisch so ausgerichtet ist, dass mit einer Belästigung nun wirklich nicht ernsthaft zu rechnen ist», sagt Most.

Seine Partei wolle eine am Wohl der Bürger orientierte Entwicklung des Stadtteils Lanstrop voran bringen. Unter der Losung «Gemeinsam für Lanstrop - wir starten durch» seien zukunftsorientierte Projekte angestoßen worden. Hierauf sei die SPD in Lanstrop stolz. Mit Hilfe der politischen Mandatsträger - von der Bezirksvertretung bis zum Bund - sei es gelungen, zwei Neubaugebiete mit ca. 50 Eigenheimen auszuweisen, den Neubau eines Discountergeschäftes anzuschieben, das nicht bewirtschaftete, leerstehende Ladenlokal zukünftig als Markthalle zu nutzen und einen mitwachsenden Kinderspielplatz in Planung zu bringen, zählt Most auf.

Diese Maßnahmen seien selbstverständlich nicht sofort realisierbar, aber sie würden in absehbarer Zeit kommen. Die Verwaltungsspitze, hier in erster Linie Stadtdirektor Ullrich Sierau, unterstützten sie bei diesen Vorhaben nach Kräften.

Die ewigen Pessimisten, so Willi Most, meinten, ein Discounter werde mangels Kaufkraft der Bevölkerung in Lanstrop scheitern. Diese Menschen vergäßen allerdings, dass es um die Grundversorgung gehe.

Most: «Es sollen keine Ferraris oder Juwelen in Lanstrop angeboten werden, sondern Brot, Milch, Eier. Die benötigen knapp 5000 Einwohner unabhängig von ihrer Kaufkraft zum Leben.»

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