Nordstadt: Drogen-Dealerin fliegt auf – wegen einer Pizza

Polizei-Großkontrolle

Bei einem Schwerpunkteinsatz in der Nordstadt hat die Polizei am Dienstag erneut Kokain- und Marihuana-Händler erwischt. Eine entscheidende Rolle spielte dabei eine Pizza.

Dortmund

14.08.2019 / Lesedauer: 3 min

Drogenhändler und andere Straftäter sollten sich in der Dortmunder Nordstadt nicht sicher fühlen: Bei einem Schwerpunkteinsatz hat die Polizei dort am Dienstag (13.8.) erneut Kokain- und Marihuana-Händler identifiziert.

Gegen 14.50 Uhr bemerkten Polizisten in der Gneisenaustraße aus einer Wohnung aufsteigenden Qualm. Um die Ursache zu überprüfen, schellten sie dort an. Eine 33-jährige Hamburgerin öffnete die Tür. Sie gab an, dort nur gelegentlich zu schlafen. Der Wohnungsinhaber war nicht da. Der Qualm entstand in der Küche - im Backofen kokelte eine Pizza vor sich hin.

Beim Verpacken von Heroin gestört

Die Polizisten hatten die Frau allerdings nicht beim Schlafen, sondern offensichtlich beim Verpacken von Heroin gestört. Die Drogen waren für den Verkauf bestimmt. Auf dem Wohnzimmertisch lagen Tüten, eine Waage und für Kundenkontakte bereitgelegte Telefone.

Die wegen des Verdachts auf Drogenhandel vorübergehend festgenommene Frau wurde nach dem Aufenthalt in der Wache an der Münsterstraße wieder entlassen. Drogen und Zubehör stellte die Polizei sicher.

Verdächtige verraten sich durch Nervosität

Um 17.30 Uhr entdeckte ein Streifenteam am Nordmarkt einen bereits bekannten 44-jährigen Kokain- und Heroin-Händler. Als die Polizisten den Mann ansprachen, reagierte er nervös. Bei einer Durchsuchung fielen weißes Pulver und vermutlich Cannabis auf. Er gab an, die Substanzen selbst konsumieren zu wollen, musste die Ware aber abgeben und einem Platzverweis folgen.

In der Missundestraße fiel den Polizisten um 18.50 Uhr erneut ein sichtlich nervös wirkender Mann auf. Auch der 19-Jährige war ihnen bereits bekannt. Bei der Kontrolle packte er bereitwillig mehrere kleine Tüten mit pflanzlichem Inhalt aus - vermutlich Marihuana. Der Mann erhielt einen Platzverweis für Dortmund, da ihm laut Polizei schon eine "räumliche Beschränkung" auferlegt worden ist. Demnach durfte er sich nicht in Dortmund aufhalten.

Mehrere Personen erhalten Platzverweise

Im Einsatz waren die Einsatzkräfte auch im Keuning-Park, wo Drogenhändler immer wieder Geschäfte abschließen wollen. Mehrere Personen erhielten Platzverweise. Darunter ein Mann, der ein "Bereichsbetretungsverbot" missachtet hatte.

Unmittelbar nach einem Diebstahl konnten Polizisten in der Nähe des Keuning-Parks einen Tatverdächtigen festnehmen. An der Brunnenstraße erkannten sie einen Mann, gegen den ein Haftbefehl vorlag.

Insgesamt wurden bei diesem Schwerpunkteinsatz für mehr Sicherheit in der Nordstadt 43 Personen überprüft. Sieben erhielten Platzverweise.

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