Nordstadt-Fischer soll mit Teppichmesser auf Beutefang gegangen sein

Prozessauftakt am Landgericht

Früher arbeitete er als Fischer. In der Nordstadt wartete ein 42-jähriger Mann offenbar darauf, dass ihm andere Beute ins Netz ging. Statt einer Angel bediente er sich eines Teppichmessers.

Dortmund

, 23.09.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Angeklagte will vor Gericht gar nichts sagen.

Der Angeklagte will vor Gericht gar nichts sagen. © Martin von Braunschweig

Vor dem Dortmunder Landgericht hat am Montag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Räuber und Einbrecher begonnen. Der 42-jährige Algerier soll in den Jahren 2018 und 2019 eine Reihe von Straftaten begangen haben.

Im Fall eines kompletten Schuldspruchs droht dem Mann eine lange Haftstrafe.

Sparkassen-Kunde mit Teppichmesser bedroht

Im Juni 2018 soll der Angeklagte an einem Geldautomaten der Sparkasse in der Nordstadt gewartet haben, bis ein Kunde kam, um Geld abzuheben. Kaum hatte der Mann dann die 100 Euro Bargeld in seinen Taschen verstaut, soll der 42-Jährige ihn mit einem Teppichmesser bedroht und zur Herausgabe der Scheine aufgefordert haben.

Offenbar beeindruckt von der Waffe soll der Sparkassen-Kunde sein Geld dann tatsächlich abgegeben haben.

Bekannter des Angeklagten ließ sich nicht beeindrucken

Weniger Erfolg hatte der gelernte Fischer laut Anklage im Februar 2019. Damals soll er zur Wohnung eines Bekannten in der Nordstadt gegangen sein, um auch diesen zur Herausgabe von Geld zu erpressen.

Erneut zückte der 42-Jährige offenbar ein Messer, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen. Doch trotz dieser Drohung und anschließender Schläge und Tritte soll der Bekannte kein Geld herausgerückt haben.

Darüber hinaus wird dem Angeklagten auch die Beteiligung an zwei Einbruchsdiebstählen vorgeworfen. Auch dazu schweigt der Mann im Prozess.

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