Nur 250 Teilnehmer beim Ostermarsch am Montag

Keine Zwischenfälle

Magere Beteiligung beim Ostermarsch am Ostermontag: Rund 250 Teilnehmer haben sich versammelt, um unter dem Motto „Fluchtursachen erkennen – Verantwortliche benennen – Kriegsursachen beseitigen! Rüstungsexporte stoppen, Atomwaffen ächten, zivile Lösungen schaffen!“ auf die Straße zu gehen.

DORTMUND

, 28.03.2016, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nur 250 Teilnehmer beim Ostermarsch am Montag

Willi Hoffmeister, Mitorganisator des Ostermarschs, war einer der Redner am Wichern.

Über den steigenden Einfluss rechter Gruppen und Parteien sprach Horst Schmitthenner, ehemaliges Bundesvorstandsmitglied der IG Metall, beim Zielpunkt des Marschs am Wichern an der Stollenstraße. "Lassen wir uns Erwerbslose, abhängig Beschäftigte und Flüchtlinge nicht gegeneinander ausspielen", sagte Schmitthenner. "Das nützt nur denjenigen, die von den bestehenden Verhältnissen profitieren und es nutzt der AfD."

Gestiegene Flüchtlingszahlen

Ein inhaltlicher Schwerpunkt des diesjährigen Marschs war laut Sprecher Felix Oekentorp die massiv gestiegenen Flüchtlingszahlen: "Auch wir Deutschen verursachen diese Zahlen. Dass Deutschland an den Kriegen in Afghanistan und jetzt auch in Syrien beteiligt ist – den beiden Ländern, aus denen die meisten Flüchtlinge kommen –, zeigt diesen Zusammenhang unmissverständlich."

Nachdem die Friedensdemonstration am Samstag in Duisburg gestartet war, versammelten sich am Startpunkt des Montagsmarschs in Bochum-Werne rund 200 Menschen, schätzt Sprecher Felix Oekentorp, 50 Menschen weniger als im Vorjahr. Die Polizei sprach von nur rund 130 Menschen, zu denen nach und nach weitere hinzugekommen seien. Etwa 250 seien am Nachmittag am Wichern angekommen. Die magere Beteiligung sei Teil einer insgesamt gesunkenen Bereitschaft der Menschen, für ihre Überzeugungen auf die Straße zu gehen, so Oekentorp. 

Keine nennenswerten Zwischenfälle

Die Polizei begleitete den Marsch, der am Montag auch am Wilhelmsplatz in Dorstfeld Station machte, und sagte, es habe keine nennenswerten Zwischenfälle gegeben. 

Der Ostermarsch Rhein Ruhr wurde organisiert vom Dortmunder Friedensforum, dem Bündnis gegen Rechts, mehreren Jugendorganisationen und den Parteien Die Linke, DKP und MLP. 

 

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