OB-Kandidat Pohlmann nimmt sich Obama zum Vorbild

DORTMUND „Ist der Wahlkampf in den USA auf den Dortmunder Kommunalwahlkampf übertragbar?“ – „In Teilen“, meint einer, der es ausprobieren will: Joachim Pohlmann, OB-Kandidat von CDU und FDP, beleuchtete am Sonntag die Parallelen beim Neujahrsempfang der CDU Ortsunion Mitte in Hövels Hausbrauerei.

von Von Gaby Kolle

, 18.01.2009, 14:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
OB-Kandidat Joachim Pohlmann hat Obamas Wahlkampf genau analysiert.

OB-Kandidat Joachim Pohlmann hat Obamas Wahlkampf genau analysiert.

Zu den etwa acht Erfolgsstrategien des designierten US-Präsidenten zähle das richtige „Spielfeld“. Obama wolle der Präsident aller Amerikaner sein, mache ihnen in jeder Hinsicht Hoffnung, „was übrigens den Vorteil hatte“, so Pohlmann, „dass derjenige, der sich hoffnungsvoll der Zukunft zuwendet, von der Vergangenheit ablenkt. Für jemanden ohne große Erfahrung ein wichtiger Punkt.“ Obama sei bei seinen Meta-Botschaften „Einheit“, „Hoffnung“ und „Wandel“, die Überbegriffe seines Spielfeldes, nie abgerückt, „auch als ihm nachgelegt wurde, sich mehr in das Klein-Klein der Politik zu begeben“. Authentizität statt Image – eine weitere Strategie. Obama habe sich als „echt“ verkauft. Der Berufspolitiker dagegen werde kritisch beäugt. Verbissenheit mache den Eindruck von Wahrhaftigkeit zunichte.

Emotionen erzeugen, Kernbotschaften in Erzählungen kleiden – auch eine Erfolgsstrategie von Obama. Er hat Marketing und Netzwerke genutzt und konnte sich auf viele (Kleinst-)Spender stützen, vor allem mit Hilfe des Internets.  Viele Parallelen blieben zwischen den Zeilen, doch bei einer Strategie zeigte Pohlmann anschaulich, wie er sie auf seinen Wahlkampf übertragen will: Er hinterließ an der Tür ein Faltblatt mit den Spendenkonten.

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