Obdachlosen-Anlaufstelle am U ist gestartet – und benötigt noch Helfer

rnHilfe für Wohnungslose

In einem Zelt erhalten wohnungslose Menschen künftig zweimal täglich eine Mahlzeit. Da die Organisatoren jeden Tag eine dreistellige Zahl an Gästen erwarten, werden Helfer dringend benötigt.

Dortmund

, 03.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit der corona-bedingten Schließung vieler Tagesaufenthalte sind wichtige Anlauforte für Obdachlose weggefallen. In einem Zelt vor dem Dortmunder U sollen wohnungslose Menschen im Winter deshalb zweimal täglich Mahlzeiten bekommen und sich im Warmen aufhalten können. Doch für das Projekt werden noch ehrenamtliche Helfer benötigt.

Warme Mahlzeiten und Getränke

Von Anfang November bis Ende März versorgen bodo, die Kana Suppenküche, der Dortmunder Wärmebus und das Gast-Haus wohnungslose Menschen in dem Zelt vor dem U mit Frühstück (8 bis 11 Uhr) und einer warmen Mahlzeit (16.30 bis 19.30 Uhr). Zudem werden Heißgetränke ausgeschenkt.

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Da die Organisatoren täglich eine dreistellige Zahl an Gästen erwarten, bedarf es vieler ehrenamtlicher Helfer, die bei der Vorbereitung der Lunchpakete sowie beim Ausgeben der Mahlzeiten und Getränke mit anpacken – und nicht zuletzt den Besuchern einen Aufenthalt in freundlicher Atmosphäre ermöglichen.

Frühstückspakete vorbereiten

Morgens sind die Helfer von 7 Uhr bis 12 Uhr im Einsatz, um die Frühstückspakete vorzubereiten, zu bestücken und auszugeben. Zu der Tätigkeit gehört außerdem das Ausschenken von Kaffee und Tee sowie die Reinigung der Tische und Bänke.

Für viele Wohnungslose steht ein harter Winter bevor, da zahlreiche Einrichtungen ihren Betrieb wegen Corona einschränken mussten. Das Zelt am U soll ihnen helfen.

Für viele Wohnungslose steht ein harter Winter bevor, da zahlreiche Einrichtungen ihren Betrieb wegen Corona einschränken mussten. Das Zelt am U soll ihnen helfen. © Thomas Thiel

Bei der zweiten Einsatzzeit von 15.30 bis 20 Uhr stehen die Annahme, das Warmhalten und die Ausgabe der gelieferten Suppe ebenso auf dem Programm wie der Getränkeausschank und das Reinigen der Tische und Bänke.

„Jeder kann mitmachen“

„Jeder, der möchte, kann mitmachen“, sagt Eva Bahr, die beim Gast-Haus für die Ehrenamtskoordination verantwortlich zeichnet. „In erster Linie muss man sich ehrenamtlich engagieren und unseren Gästen helfen wollen.“ Wer sich anmelde, werde zunächst zu einem Treffen eingeladen, um in einem Gespräch alles Weitere zu erfahren.

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Wichtig sei, dass bei der Tätigkeit alle Hygienestandards eingehalten würden und die Helfer Lust auf Teamarbeit hätten. „Ein fröhliches, nettes und offenes Team“, verspricht Bahr. Ein Bedarf an Helfern bestehe jederzeit, zumal man gerade in der Corona-Krise ja nicht wisse, was künftig noch passiere: „Es kann immer jemand ausfallen.“

Per E-Mail anmelden

Wer im Zelt mit anpacken und so den wohnungslosen Menschen helfen möchte, sollte sich unter der E-Mail-Adresse mitmachen@winternothilfeamu.org anmelden. Die Mitarbeiter der Hilfsorganisatoren bedanken sich schon jetzt - auch im Namen der Menschen in prekären Lebenssituationen.

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